Rheinmetall-Aktie: Allem zum Trotz!

Die Aktie von Rheinmetall bleibt im Kurskeller. Daran änderten weder neue Kooperationen des Rüstungskonzerns etwas noch hohe Kursziele durch Analysten.

Auf einen Blick:
  • Die Rheinmetall-Aktie rutschte am Montag zunächst weiter abwärts
  • Dabei hatte der Rüstungskonzern zuletzt zwei gute Nachrichten verbreitet
  • Auch die Analysten bleiben in ihren Prognosen weiter optimistisch
  • Die Aktie indes verliert auf Wochensicht weitere rund 20 Prozent an Wert

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Absturz der Aktie von Rheinmetall ging auch zum Start in die neue Börsenwoche zunächst unvermindert weiter. Nachdem die Papiere des Rüstungskonzerns bereits am Freitag erstmals seit Mai 2025 unter die Marke von 1.400 Euro gefallen waren, und letztlich bei 1.379 Euro aus dem Xetra-Handel gingen, rutschten sie im frühen Handel am Montag sogar auf 1.336 Euro abwärts. Aktuell scheint sich die Rheinmetall-Aktie wieder zu fangen, aus der vergangenen Woche aber steht noch immer ein Abschlag von mehr als 20 Prozent. Aller guten Nachrichten und hohen Analysten-Prognosen zum Trotz.

Rheinmetall kooperiert mit spanischer Indra

Denn erst am Freitag hatten Rheinmetall und das spanische Technologieunternehmen Indra eine Vereinbarung (Memorandum of Understanding) zur weiteren Vertiefung ihrer strategischen Zusammenarbeit unterzeichnet. „Als nächster Schritt soll noch in diesem Jahr ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden, um an einer Ausschreibung der spanischen Armee für die Beschaffung von bis zu 3.000 Militär-Lastwagen teilzunehmen“, heißt es in der Mitteilung. Mit der Vereinbarung beabsichtigen Rheinmetall und Indra, „ihre bestehende Partnerschaft auszubauen und gemeinsam zukünftige Projekte im Bereich moderner Verteidigungs- und Sicherheitstechnologien zu adressieren“.

Es geht dabei etwa um die Modernisierung von gepanzerten Kettenfahrzeugen ebenso wie um Aktivitäten im Bereich der taktischen Unterstützungsfahrzeuge sowie die gemeinsame Beteiligung an einer Lösung für Schützenpanzer. Auch die Gründung von Konsortien für Projekte im Bereich logistischer Lkw sind angedacht. Ziel sei es

  • innovative Lösungen für Streitkräfte zu entwickeln und gleichzeitig
  • die europäische industrielle Basis im Verteidigungssektor zu stärken

Rheinmetall-CEO: „Wir sprechen von Milliarden“

„Es passt perfekt: Indra ist Marktführer in Spanien und Rheinmetall ist Marktführer in Deutschland“, so Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG. Startpunkt der Zusammenarbeit seien die beiden Ausschreibungen des spanischen Staates für bis zu 3.000 Militär-Lastwagen und mehrere Hundert taktischer Einsatzfahrzeuge. „Wir sprechen von einigen Milliarden Euro.“ Mit dem MoU setzten Rheinmetall und Indra laut Papperger „ein klares Zeichen für eine vertiefte europäische Zusammenarbeit im Verteidigungssektor zwischen Deutschland und Spanien“.

Eine positive Reaktion der Börse blieb aber ebenso aus, wie ein Tag zuvor, als Rheinmetall, die MIRA GmbH sowie die Rheinbahn AG den Start eines gemeinsamen Pilotbetriebs für ein teleoperiertes Shuttle am Flughafen Düsseldorf bekanntgaben. Der Testbetrieb soll bereits im Mai beginnen. Die Shuttle-Strecke führe vom Flughafen-Bahnhof und EUREF-Campus zum Flughafen-Terminal und zurück – und verlaufe vollständig im öffentlichen Straßenverkehr, wie es hieß.

Ferngesteuertes Shuttle am Flughafen Düsseldorf

Im Rahmen des Pilotprojekts werde die Fernsteuerung von Fahrzeugen als zentrale Technologie für den flexiblen Einsatz bedarfsgerechter („on-demand“) Shuttlefahrzeuge im urbanen Raum erprobt, so Rheinmetall. „Die Fahrzeuge werden aus einem Leitstand präzise gesteuert und kontinuierlich überwacht – ohne Fahrer im Fahrzeug.“ Während der Testphase begleitet jedoch ein so genannter „Safety Driver“ den Betrieb und sorge für zusätzliche Sicherheit. Ziel sei es

  • die Technologie unter realen Verkehrsbedingungen weiterzuentwickeln und systematisch zu evaluieren
  • Die Erkenntnisse bilden dann die Grundlage für einen möglichen späteren Einsatz im öffentlichen Verkehr

Weiterhin hohes Rheinmetall-Kursziel

Diese guten Nachrichten treffen zugleich auf nach wie vor hoch gesteckte Erwartungen bei den Analysten. So hatte etwa die britische Investmentbank Barclays ihr Kursziel für Rheinmetall am 19. März zwar leicht gesenkt, aber lediglich von 2175 auf 2125 Euro. Die Einstufung blieb angesichts eines prognostizierten, mittelfristigen Kursgewinns von 55 Prozent auf „Overweight“. Doch wie viel solche Prognosen aktuell überhaupt noch wert sind, bleibt mehr als fraglich.

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