Düster sieht es für die Rheinmetall an den Börsen aus. Der Ausverkauf läuft weiter. -3,03 % stehen jetzt auf den Kurstafeln. Die Düsseldorfer haben damit einen Abschlag auf nur noch 1364,40 Euro hinnehmen müssen. Die Kurse sind damit innerhalb der vergangenen fünf Tage schon um insgesamt -8,5 % in sich zusammengefallen. Es droht weiteres Ungemach.
Die Düsseldorfer sind nun auch im Fokus der technischen Analysten. Die müssen zwangsläufig warnen. Rheinmetall ist mit einem Abschlag von -15,6 % weit vom GD100 entfernt. Dies ist ein Trendindikator, der eine mittelfristige Einschätzung zum Trendverhalten liefert. Die ist ersichtlich negativ und dies auch mit weitem Abstand.
Rheinmetall Aktie Chart
Rheinmetall: Der Grund ist vollkommen unklar
Die Notierungen sind allerdings nicht aus unternehmensspezifischen Gründen nach unten gerutscht. Der Grund ist vielmehr in der Branche selbst zu suchen. Die Aktie von Renk etwa ist zeitgleich um -3,5 % gerutscht.
Wie man es dreht und wendet: Am Ende sind einzelne Nachrichten nicht mehr entscheidend. Die Gesamtsituation rund um die Krisen im Nahen Osten, die Ölpreisentwicklung vor allem, scheint vor allem solche Tech-Werte zu treffen. Zuvor jedoch schon im Herbst vergangenen Jahres war die Rheinmetall nebst anderen Werten aus der Branche gefallen. Man hatte plötzlich Angst vor einem möglichen Frieden in der Ukraine. Frieden müsse Abrüstung bedeuten, so wohl ungefähr die Gleichung in diesem Fall.
Das ist wirtschaftlich betrachtet durchgehend nicht nachvollziehbar. Rheinmetall sammelt wie auch andere Unternehmen schon neue Aufträge. Zuletzt hat die Rheinmetall einen Auftrag über die Lieferung von FV-014 Loitering Munition-Systeme für die Bundeswehr erhalten. Dies sei ein „Milliardenauftrag“, so die Meldungen. Die Börsen schert es nicht.
Hier hatten einige Beobachter schon darauf verwiesen, die Aktie könne in Richtung 1.000 Euro abschmieren.
Die Analysten lassen sich davon nicht beeindrucken. Die mittleren Kursziele liegen immer noch bei deutlich über 2.000 Euro.
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