Liebe Leserinnen und Leser,
die Rüstungsunternehmen wie die Rheinmetall oder auch Renk und Co. sind noch immer auf der schwächeren Seite der Börsen. Überraschend, denn die Kriege, Konflikte und Drohungen an den Krisenpunkten der Erde sind bei weitem noch nicht beendet. Sie könnten jederzeit eskalieren. Dennoch:
Für die Aktie der Rheinmetall sieht es mittlerweile vergleichsweise sehr schwach aus. Die Notierungen sind noch am Freitag massiv unter Druck geraten und gehen insofern mit einem sehr schwachen Paket in die neue Woche. Die Rheinmetall schloss am Ende mit einem Kurs in Höhe von 1319 Euro am Börsenplatz Xetra und bei etwa 1349 an der Börse München.
Dabei war es für das Papier aus Düsseldorf um gut 6,2 % abwärts gegangen, was wiederum ein enormer Schlag für den Titel ist. Es sieht nicht danach aus, als könnte sich die Aktie derzeit schnell erholen.
Dabei gilt, was oben schon erwähnt worden ist: Die Rahmenbedingungen sollten für ein Rüstungsunternehmen dieser Klasse eigentlich hinreichend gut sein, um genau diesen Abwärtsmarsch schnell wieder zu beenden. Die Börsen haben sich diesem Befund bis dahin noch nicht anschließen können.
Der Trend der Rheinmetall ist noch immer messbar schwach
Dabei ist der Trend an den Börsen unverändert extrem schwach. Und zwar messbar: die Aktie hat noch immer auf dem Weg nach unten eine fürchterliche Spur hinterlassen. Innerhalb einer Woche war es um 10 % bis 11 % (je nach Börsenplatz) abwärts gegangen. Im laufenden Jahr hat die Aktie schon 13,2 % verloren. Das ist weit jenseits aller Erwartungen.
Derzeit fehlen zu den wichtigen technischen Indikatoren schon fast Welten. So wird derzeit der Kurs aus Sicht der technischen Analyse weit unterhalb der bedeutendsten Indikatoren gehandelt. -18,7 % fehlen zum so genannten GD 100. -22,1 % sind es sogar zur langfristig bedeutenden 200-Tage-Linie. Zudem ist der so genannte RSL 130 bei 0,8 deutlich von einem neutralen Wert entfernt. Neutral wäre die Aktie dann, wenn hier ein Wert in Höhe von 1 erreicht wäre.
Chartanalysten sind ähnlich entsetzt von dem Trend der Aktie
Jetzt ist für das Papier auch die Stimmung unter den Chart- Analysten ausgesprochen schwach geworden. Frage der Beobachter wird sein, ob die Aktie wenigstens die Unterstützungen bei 1300 Euro noch verteidigen kann. Diese Unterstützungen zu unterlaufen, würde bedeuten, dass die Aktie inzwischen sogar in Richtung von 1000 Euro fallen kann. Dies befürchten jedenfalls einige der Experten der Chartanalyse schon seit einigen Wochen.
Rheinmetall Aktie Chart
Dabei sind die Voraussetzungen für Kursgewinne durchaus vorhanden. Immerhin haben verschiedenste Organisationen wie zum Beispiel die EU oder auch die NATO beschlossen, dass die Rüstungsspirale in den kommenden Jahren deutlich weiter entwickelt werden soll. Die EU etwa möchte im Sommer Pläne dafür vorlegen, wie sie etwas autonomer ihre Rüstung und damit Verteidigungsbereitschaft sieht.
Von den Plänen profitiert die Rheinmetall recht deutlich
Rheinmetall ist schon in diesem Jahr dadurch relativ begünstigt. Zuletzt hat das Unternehmen beispielsweise einen neuen Milliarden-Auftrag von der Bundeswehr erhalten. Es geht um die Lieferung von FV-014-Loitering Munition. Drohnen-Systeme werden ebenfalls ausgeliefert.
Damit geht das Unternehmen über die bisher bekannt gewordenen Aufträge noch einmal hinaus. Zudem gab es kürzlich erst Verhandlungen mit der OHB um die Entwicklung oder Weiterentwicklung von Satellitensystemen für das Weltall zur Erhöhung der Verteidigungsbereitschaft. Das Kartell- Amt hat diese Verhandlungen beziehungsweise eine mögliche Kooperation inzwischen kürzlich sogar genehmigt. Der Markt hat sich nicht interessiert. Doch allein dieses Geschäftsfeld würde nach Angaben der Bundesregierung zur Weltraumverteidigung allgemein vor einigen Wochen in einer Nebenbemerkung circa 35 Milliarden Euro schwer sein.
Anzeige: Die geopolitischen Spannungen, die Rüstungsaktien wie Rheinmetall antreiben, haben längst auch einen anderen strategischen Sektor erfasst: die Halbleiterindustrie. China hat mit neuen Exportkontrollen für Silber und Seltene Erden den globalen Chip-Krieg eskaliert – und westliche Lieferketten geraten massiv unter Druck. Gleichzeitig investieren die USA über 500 Milliarden Dollar und die EU 43 Milliarden Euro in die eigene Chip-Unabhängigkeit. In einer aktuellen Analyse wurden 4 konkrete Chip-Aktien identifiziert, die von dieser Neuordnung der globalen Halbleiter-Lieferketten am stärksten profitieren dürften. Wer sein Portfolio neben Rüstungswerten auch im Technologie-Sektor strategisch aufstellen möchte, sollte sich diese Auswertung genauer ansehen. Zur Analyse der 4 Chip-Aktien mit dem größten Potenzial
Energieunternehmen Rheinmetall
Schließlich kümmert sich die Rheinmetall derzeit sogar um ganz abwegige Dinge in der Rüstungsentwicklung. So sollen synthetische Kraftstoffe mit dem Titel Giga PTX entwickelt werden. Damit würden militärische Einheiten gegenüber fossilen Importen autarker werden. Dies ist sicherlich mit Blick auf die aktuelle Auseinandersetzung beziehungsweise den Krieg im Nahen Osten noch einmal deutlich spannender als bislang.
Es gibt weitere zahlreiche interessante Nachrichten und Entwicklungen, die zeigen, dass die Rheinmetall massiv investiert und auch ausbaut. Das Unternehmen selbst hat zum Beispiel auch berichtet, dass innerhalb eines Jahres 350.000 Bewerbungen um Arbeitsplätze im Konzern eingegangen sein. Also läuft es wirtschaftlich betrachtet gut.
Dies lässt sich auch in Zahlen dokumentieren. Der Umsatz soll im laufenden Jahr um circa 45 % gegenüber dem Vorjahr wachsen. 14,2 bis vielleicht sogar 14,5 Milliarden Euro sind zu erwarten. Bis zum Jahr 2030 wird der Umsatz sogar auf 40 bis 45 Mrd. Euro taxiert. Und dennoch: die Märkte können sich einfach mit den Rüstungs-Aktien insgesamt derzeit nicht anfreunden.
Analysten gehen für die Rheinmetall dabei auf der anderen Seite davon aus, dass die Aktie ein Kursziel in Höhe von mehr als 2000 Euro verdient habe. 2050 Euro werden im Durchschnitt in etwa genannt. Damit wird das Potenzial auf über 50 % geschätzt. Die Frage wird wahrscheinlich eher sein, wann die Märkte in diese Richtung drehen können.
Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 27. April liefert die Antwort:
Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
