Rheinmetall konnte in den vergangenen Wochen und Monaten die eigenen Anleger immer wieder mit hochdotieren Aufträgen begeistern. Doch manches Mal muss auch der Rückwärtsgang eingelegt werden. So etwa aktuell bei einem Auftrag der Bundesregierung für einen auf Schiffen installierten 65-Kilowatt-Lasers.
Wie die „Welt“ berichtet, hat der Haushaltsausschuss des Bundestags die geplante Auftragsvergabe an Rheinmetall und den Partner MBDA kurzerhand gestoppt. Ausschlaggebend dafür war wohl, dass bereits ein dreistelliger Millionenbetrag in das Projekt geflossen sei, ohne dass der Laser einsatzfähig wäre. Nun scheint man die Geduld zu verlieren und schaut sich lieber nach Alternativen um.
EOS schnapp Rheinmetall den Auftrag weg
Statt Rheinmetall soll nun wohl EOS aus Australien das Projekt wuppen. Angeboten wird dort ein offenbar bereits einsatzfähiger Laser mit einer Leistung von 100 Kilowatt für 190 Millionen Euro. Versüßt werden soll das Ganze mit einer Verlagerung der Lieferkette nach Deutschland. Selbst den Umzug der eigenen Firma nach Deutschland könnte man sich vorstellen.
Für Rheinmetall ist das Ganze natürlich erstmal als ein Rückschlag zu verzeichnen. Unter der enormen Menge an Auftragseingängen aus der Vergangenheit fällt dies aber ehrlicherweise kaum weiter auf. Am Wachstumstrend bei Rheinmetall ändert sich wenig, zumal die Bundesregierung der wichtigste, aber längst nicht der einzige Kunde des Rüstungskonzerns ist.
Ruhe bewahren
Rheinmetall Aktie Chart
Unter den Aktionären herrscht bislang noch weitgehend Ruhe und die Rheinmetall-Aktie zeigt sich stabil. Wie gehabt notierte das Papier am gestrigen Dienstag knapp über 1.600 Euro und misste dort nur leichte Verluste verzeichnen. Hauptsächlich wird das Papier von Hoffnungen und Spekulationen um mögliche Fortschritte bei Friedensverhandlungen beeinflusst, wenngleich das für die fundamental Entwicklung aktuell weniger bedeutend ist, als man vielleicht annehmen würde.
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