Rheinmetall-Aktie: Ab jetzt gilt es absolut!

Rheinmetall-Aktie fällt trotz Rekordauftragsbuch und EU-Hilfen. Verzögerte Skyranger-Lieferung schürt Zweifel an der Umsetzung.

Auf einen Blick:
  • Kursrutsch auf 1.118 Euro
  • Zweifel an Auftragsumsetzung wachsen
  • Skyranger-Lieferung erst 2027
  • Analysten sehen hohes Kurspotenzial

Weiterhin ein schwaches Niveau für die Aktie von Rheinmetall. Sie fiel gestern um 2,9 % und erreichte am Dienstag ein Kursniveau von nur noch 1.118 Euro. Das sind noch einmal -0,6 % weniger als am Montag. Die Notierungen sind damit nach jeder Auswertungstechnik in einem Abwärtstrend. Selbst Chartanalysten, die zuletzt etwas optimistischer gewesen waren, sind hier wieder etwas skeptischer geworden.

Rheinmetall: Es gibt derzeit viel zu wenig Impulse

Die Aktie leidet vor allem daran, dass das Misstrauen gegenüber der Umsetzung der hohen Auftragsvolumina inzwischen sehr groß geworden ist. Die Notierungen von Rheinmetall hatten zuletzt nach der Bekanntgabe der eigenen Quartalszahlen, die wenig überraschend positiv waren, etwas an Vertrauen gewonnen.

Jetzt kam inzwischen die Meldung, dass das Skyranger-System an die Bundeswehr nicht mehr vor 2027 ausgeliefert werden würde. Dies hat sozusagen das Misstrauen noch einmal erheblich gesteigert.

Hier hilft es zum Beispiel nicht, dass Rheinmetall auch davon profitieren wird, dass die EU weitere 6,1 Milliarden Euro Rüstungsbeihilfe an die Ukraine überweisen wird. Dies betrifft direkt die Fähigkeiten von Rheinmetall. Nichtsdestotrotz haben die Märkte den Daumen gesenkt.

Rheinmetall Aktie Chart

Analysten bleiben allerdings ihren hohen Kurszielen für die Düsseldorfer weiterhin treu. Die liegen teils bei annähernd 1.700 Euro. Insofern darf die Rheinmetall aus dieser Sicht als unterbewertet gelten. Analysten berufen sich bei ihren hohen Kurszielen in aller Regel auf die hohen Auftragsvolumina von inzwischen über 80 Mrd. Euro, die Rheinmetall angesammelt hat. Das ist ein Rekord. Es sollen sogar etwas mehr als 100 Mrd. Euro werden.

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