Ein sehr starkes Comeback feierte gestern die Aktie von Rheinmetall zum Ende der Woche. Es ging mit Ende des Handels in München um 3,4 Prozent aufwärts. Die Aktie konnte damit einen Kurs in Höhe von 1831 Euro realisieren. Dies ist im Wochenrückblick eine gute Reaktion auf eine relativ schwache Woche.
Denn: Ausgehend von Wochenhoch 1966 Euro am Montag ist die Aktie im Verlauf der Woche bis zum Donnerstagabend auf circa 1750 Euro nach unten gelaufen. Dies deutete an, was der Markt von den Entwicklungen rund um die Verhandlungen in Davos gehalten hat.
Rheinmetall Aktie Chart
Donald Trump hat Angst gemacht
Donald Trump hatte mit seiner Art der Verhandlungsführung zunächst einmal durchblicken lassen, dass die USA Grönland möglicherweise sogar mit Gewalt einnehmen wollten. Schnell rückte er von dieser Position wieder ab. Die Verhandlungen liefen insgesamt friedlich.
Zudem nutzte der US Präsident die Gelegenheit, um mit der Ukraine und Russland an einem Tisch verhandeln zu lassen. Dies hat offensichtlich an den Börsen den Eindruck hinterlassen, dass es zu weiteren Friedensaktivitäten kommen könne.
Im Ergebnis hat die Rüstungsindustrie darunter gelitten, zumal eben auch die Rheinmetall. Die Betrachtungsweise der Aktienbörsen ist indes wirtschaftlich betrachtet nicht nachvollziehbar. Rheinmetall und andere können weiterhin auf sehr hohe Budgets im Rüstungsbereich hoffen.
Selbst das Thema Grönland gibt hier noch einmal Anlass dazu, denn: Die vermeintliche Insel aus Eis, so das Trump-Bild in der Öffentlichkeit, hat eine strategisch bedeutende Rolle im gesamten Rüstungskonzept des Westens. Hier wird sogar selbst für Grönland mit einem Anschub in der Rüstungsbranche gerechnet. Am Ende rechnet die Rheinmetall selbst dauerhaft mit massiv wachsenden Umsätzen, genau der Verfünffachung (im Vergleich zu 2024) bis zum Jahr 2030. Daran hat sich nichts geändert. Auch Analysten halten an ihren hohen Kurszielen weit über 2000 Euro unverändert fest.
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