Bereits am 10. September war die Aktie von Rheinmetall erstmals seit Juli wieder unter 1.000 Euro zurückgefallen, hatte sich im Anschluss aber wieder erholt. Mit einem Schlusskurs von 1.016 Euro verteidigte der Rüstungstitel die psychologisch wichtige Marke am Montag. Doch am Dienstag ist es dann passiert: Die Rheinmetall-Aktie rutschte erneut zurück, notiert aktuell in Frankfurt bei noch 995 Euro. Und das, trotz einer zuletzt erneuerten Kaufempfehlung – und einer mutigen Prognose.
US-Analyst mit hohem Rheinmetall-Kursziel
Es war Adrien Rabier vom US-Analysehaus Bernstein Research, der die Einstufung für Rheinmetall mit einem Kursziel von 1.900 Euro auf „Outperform“ belassen hatte. Der Analyst aktualisierte laut Medienberichten vom Montag seine Erwartungen hinsichtlich der Verteidigungsausgaben europäischer Staaten. Die entsprechenden Budgets dürften 2026 2,6 Prozent der Wirtschaftskraft erreichen, oder 730 Milliarden US-Dollar – 20 Prozent mehr als 2025, so der Experte.
Rabier geht zwar demnach nicht davon aus, dass das Ziel von 3,5 Prozent im Jahr 2035 erreicht wird, im Durchschnitt dürften es ihm zufolge 3,2 Prozent werden – mit großen Unterschieden zwischen den einzelnen Staaten, heißt es auf finanzen.net. Das bedeute „eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 4 Prozent bis 2035“. Die Wachstumschancen für europäische Rüstungsunternehmen seien jedoch deutlich größer, als es das reine Haushaltswachstum vermuten lasse, so der US-Analyst.
- Für die Rheinmetall-Aktie sieht er in der Folge ein Kurspotenzial von aktuell rund 90 Prozent
- Mit seiner Prognose liegt er noch über den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten
Rheinmetall weit unter mittlerer Prognose
Laut marketscreener.com beläuft sich das mittlere Kursziel aus 21 Analysen derzeit auf 1.641 Euro. Im Schnitt sehen die Beobachter also immerhin 65 Prozent Luft nach oben für die Aktie von Rheinmetall. Statt zuzulegen hat diese seit ihrem Rekordhoch im Oktober 2025 jedoch mehr als die Hälfte an Wert eingebüßt.
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