Renk hat am Donnerstag vor möglichen Verzögerungen bei großen Rüstungsauftragnehmern gewarnt. Wie Reuters berichtete, könnten diese den Umsatzbeitrag aus dem Auftragsbestand verlangsamen. CEO Alexander Sagel nannte als Beispiel Verzögerungen beim deutschen Boxer-Programm; Renk bezifferte seinen Auftragsbestand im Neunmonatsbericht auf 7,6 Milliarden Euro.
Auftragseingang wächst stärker als Umsatz
Für die ersten neun Monate 2026 meldete Renk einen Auftragseingang von 1,66 Milliarden Euro. Das entsprach einem Zuwachs von 33,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Der Umsatz erreichte 982 Millionen Euro und stieg damit um 5,8 Prozent. Beim bereinigten EBIT erzielte das Unternehmen 158,8 Millionen Euro.
Das bereinigte operative Ergebnis legte um 12,7 Prozent zu. Für das Geschäftsjahr 2026 bestätigte Renk für die fortgeführten Aktivitäten einen Umsatz von rund 1,4 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT soll zwischen 240 und 255 Millionen Euro liegen.
Medienberichten zufolge bestätigte Deutsche Bank Research gestern die Kaufempfehlung für Renk mit einem Kursziel von 73 Euro.
Übernahme abgeschlossen, Gleitlagerverkauf vereinbart
Am Montag schloss Renk die Übernahme von David Brown Defence von Stellex Capital Management ab. Zuvor hatte das Unternehmen die erforderlichen behördlichen Genehmigungen erhalten. Die übernommene Gesellschaft firmiert als RENK UK Huddersfield und soll zum Kompetenzzentrum für U-Boot-Antriebssysteme werden.
Vor rund zwei Wochen hatte die RENK GmbH einen bindenden Vertrag über den Verkauf des Gleitlagergeschäfts an die österreichische Miba AG geschlossen. Nach Angaben von Renk wird dieser Geschäftsbereich ab dem vierten Quartal 2026 nach IFRS 5 als nicht fortgeführter Geschäftsbereich ausgewiesen.
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