Rheinmetalls Gewinnwarnung hat am Donnerstag auch Renk belastet. Die Aktie verlor zeitweise fast 7 %, obwohl Renk einen deutlichen Zuwachs bei den Neunmonats-Aufträgen meldete. dpa-AFX führte den Rückgang auf die Belastung durch Rheinmetall zurück.
JPMorgan-Analyst David Perry erklärte am Donnerstag, der Kursrutsch bei Rheinmetall strahle auf andere Werte des Sektors aus. Am Freitag legte die Renk-Aktie um 0,3% zu und schloss bei 34,80 €.
Auftragswachstum und Jahresausblick
Für die ersten neun Monate 2026 meldete Renk einen Auftragseingang von 1,66 Mrd. €. Das entsprach einem Plus von 33,6 %. Der Auftragsbestand erreichte zum Ende des Berichtszeitraums 7,6 Mrd. €.
Der Umsatz stieg um 5,8 % auf 982,0 Mio. €. Das bereinigte operative Ergebnis entwickelte sich stärker: Beim bereinigten EBIT meldete Renk ein Wachstum von 12,7 % auf 158,8 Mio. €.
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet das Unternehmen in den fortgeführten Geschäftsbereichen einen Umsatz von rund 1,4 Mrd. €. Beim bereinigten EBIT liegt die Erwartung zwischen 240 Mio. € und 255 Mio. €.
Vorstand kauft, Strategie-Update folgt
Vorstandsvorsitzender Dr. Alexander Sagel kaufte am Donnerstag Renk-Aktien. Die Pflichtmitteilung weist dafür einen aggregierten Transaktionswert von 238.802,94 € aus.
Neben den Geschäftszahlen verfolgt Renk weitere Produktentwicklungen. Am 30. Oktober meldete das Unternehmen Fortschritte beim HSWL-406-Getriebe für künftige schwere Kettenfahrzeuge. Renk strebt Einsatzmöglichkeiten in internationalen Beschaffungsprogrammen an, darunter im italienischen NMBT-Programm. Eine Auftragsvergabe an Renk nannte die Mitteilung nicht.
Am 8. Dezember soll Sagel in London ein Strategie-Update zur weiteren Ausrichtung der Gruppe geben. Nach Unternehmensangaben ist die Veranstaltung als hybrides Format angekündigt.
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