Renk hat am Donnerstag vor Verzögerungen bei großen Rüstungsauftragnehmern gewarnt, die den Übergang des Auftragsbestands in Umsatz verlangsamen könnten. Reuters zufolge nannte CEO Alexander Sagel das deutsche Boxer-Programm als Beispiel. Der Auftragsbestand erreichte nach Unternehmensangaben zum Ende des Neunmonatszeitraums 2026 einen Wert von 7,6 Mrd. €.
Aufträge wachsen stärker als der Umsatz
Beim Auftragseingang meldete Renk für die ersten neun Monate 2026 einen Anstieg um 33,6 % auf 1,66 Mrd. €. Der Umsatz erhöhte sich im selben Zeitraum um 5,8 %. Damit blieb das Umsatzwachstum hinter dem Zuwachs der Bestellungen zurück.
Die Erlöse erreichten 982 Mio. €. Das bereinigte EBIT stieg um 12,7 % auf 158,8 Mio. €. Die Warnung vor möglichen Verzögerungen betrifft damit die Umsetzung des Auftragsbestands, während Renk für den Berichtszeitraum höhere Erlöse und ein gestiegenes Ergebnis auswies.
Ein konkreter Großauftrag kam laut Reuters im dritten Quartal von KNDS Deutschland: Renk erhielt eine Bestellung über rund 130 Mio. € für Getriebe für Leopard-2-Panzer und zugehörige Fahrzeuge. Die Auslieferungen sind für den Zeitraum von 2029 bis 2032 vorgesehen.
Jahresziele für fortgeführte Geschäfte bestätigt
Für die fortgeführten Geschäftsbereiche bestätigte Renk seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Das Unternehmen erwartet einen Umsatz von rund 1,4 Mrd. €. Beim bereinigten EBIT liegt die Zielspanne bei 240 bis 255 Mio. €.
Zum Umbau des Unternehmens gehört der verbindlich vereinbarte Verkauf des Geschäftsbereichs Slide Bearings an die österreichische Miba AG. Renk schloss den Vertrag am 22. Oktober über seine Tochter RENK GmbH; der Abschluss steht unter dem Vorbehalt üblicher behördlicher Genehmigungen.
Für den 8. Dezember 2026 ist ein Strategieupdate angekündigt.
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