Ein US-Vermögensverwalter baut seine Position signifikant aus. Parallel dazu knickt der Aktienkurs am Mittwoch deutlich ein. Bei Renk prallen derzeit internationale Erfolge und bittere Rückschläge direkt aufeinander.
Die Wellington Management Group hat ihren Anteil auf 4,89 Prozent der Stimmrechte erhöht. Das zeigt eine aktuelle Pflichtmitteilung. Damit folgt der US-Investor dem Beispiel von Fidelity. Dieser Konkurrent meldete bereits im Juni eine Beteiligung von über drei Prozent.
An der Börse verpufft dieser Vertrauensbeweis. Die Aktie fällt am Mittwoch um 4,62 Prozent auf 46,21 Euro. Damit durchbricht das Papier seinen 50-Tage-Durchschnitt nach unten. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 16 Prozent auf der Kurstafel.
Expansion trifft auf Storno
Operativ läuft die internationale Expansion auf Hochtouren. Erst Anfang Juli unterschrieb Renk den Kaufvertrag für den britischen Getriebespezialisten David Brown Defence. Für geschätzte 185 bis 190 Millionen Euro kauft sich das Unternehmen in lukrative Marineprogramme ein. Das Management plant den Abschluss für das vierte Quartal. Das Ziel: mehr Umsatz im globalen Nachrüstgeschäft.
Demgegenüber steht ein schmerzhafter Dämpfer im Heimatmarkt. Das Bundesverteidigungsministerium streicht den Bau von sechs geplanten F126-Fregatten. Renk verliert dadurch seinen festen Platz als Antriebslieferant für dieses Prestigeprojekt. Ein US-Rahmenvertrag über bis zu 691 Millionen Dollar federt diesen Ausfall nicht komplett ab.
Wichtige Termine rücken näher
Der Fokus rückt nun auf die nächste Quartalsbilanz. Am 16. Juli gibt das Management erste Einblicke in die Geschäftsentwicklung. Die vollständigen Ergebnisse für das erste Halbjahr folgen am 06. August.
Das Augsburger Unternehmen sitzt auf einem Auftragsbestand von fast 6,9 Milliarden Euro. Diese massiven Bestellungen muss der Vorstand zügig in echten Cashflow umwandeln. Eine hohe Auftragslage allein stützt den Kurs auf diesem Niveau nicht mehr.
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