Aktionäre der Renk müssen sich dieser Tage warm anziehen. Die Aktie verlor auch am Mittwoch erneut und musste sich bis dato mit dem Minus von rund 3 % einrichten. Damit sank der Aktienkurs auf bescheidende rund 63 Euro. Das ist durchaus alarmierend. Die Verluste der Rüstungsaktie in den zurückliegenden vier Wochen summieren sich mittlerweile auf über 25 %.
Erschreckend dabei ist, dass es keine wirtschaftlichen Gründe im Sinne irgendeiner Negativmeldung gegeben hat. Deshalb gilt es nun, die Aktie neu zu bewerten. Anleger, die auf wirtschaftliche Eckdaten warten, müssen sich derzeit bis zum 13. November gedulden. In gut einer Woche legt die Renk ihre aktuellen Quartalszahlen vor und wird damit sicher neu bewertet. Andere Investoren betrachten die Rahmenbedingungen.
Renk: Die Analystenstimmen sind positiv
Die Renk ist formal bezogen auf den GD100 oder ähnliche Trend-Indikatoren nun im Abwärtstrend. Es fehlen mindestens 7 % bis 8 % Aufschlag, um hier die Kehrtwende wieder einzuläuten. Die Notierungen allerdings sind aus Sicht einiger Beobachter auch zu massiv abgestraft worden.
Renk Aktie Chart
Hintergrund ist die Schwäche der Rüstungsindustrie an den Aktienmärkten insgesamt. Die Auftragsvergabe in den Regierungen stockt, namentlich auch in Deutschland. Die Börsen hatten sich von den Sondertöpfen der Regierung im Umfang von 500 Mrd. Euro mehr und schnellere Auftragsvergaben versprochen.
Dabei dürfte die Renk dennoch am Kuchen teilhaben, wenn auch mit etwas Verspätung. Die deutsche Regierung beispielsweise hat erst vor wenigen Wochen ihren Haushalt für das laufende Jahr durchgebracht. Damit hinkt auch die Auftragsvergabe hinterher.
Wie viel Aufträge die Renk nun erwartet, dürfte mit dem 13.11. dann zumindest in Teilen als Prognose veröffentlicht werden. Insofern werden die Rahmenbedingungen mutmaßlich besser. Analysten wiederum setzen wohl auch genau deshalb dem laufenden Abwärtstrend auch heute noch positive Kursziele entgegen. Die Deutsche Bank prognostizierte jüngst einen Kurs in Höhe von 75 Euro.
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