Renk wird aktuell an den Börsen kaum verändert zum Vortag bei 43,45 Euro gehandelt. Es ging um -1,0 % in den ersten Stunden abwärts, nachdem es gestern einen Aufschlag von 1,35 % gab.
Die Notierungen befinden sich allerdings zweifellos in einem ausgeprägten Abwärtstrend. Charttechniker weisen weiterhin darauf hin, dass die Aktie mindestens die Marke von 50 Euro überwinden muss, um aus ihrer Sicht wieder in einen Aufwärtstrend zu gelangen. Auch die technischen Analysten sehen die Aktie tief im Abwärtstrend. Es fehlen mindestens 10 %, eher 12 bis 14 %, um auch nur in die Nähe wichtiger Trendindikatoren zu gelangen. Das zeigt, dass der Aktienmarkt derzeit nur wenig Vertrauen in die Aktie setzt.
Renk: Das muss passieren!
Wichtig wäre aus Sicht der Charttechniker, dass die Notierungen die Marke von 50 Euro zurückerobern, um nicht in einen noch stärkeren Abwärtstrend zu geraten. Derzeit ist die Aktie immerhin noch etwas vom Jahrestief bei 40,60 Euro entfernt. Allerdings rückt auch diese Marke wieder näher.
Renk Aktie Chart
Wirtschaftlich betrachtet hat sich für das Unternehmen hingegen wenig verändert. Renk produziert weiterhin positive Nachrichten. Diese werden an den Börsen derzeit allerdings kaum honoriert.
Am 3. Juli wurde angekündigt, dass das Unternehmen David Brown Defence übernehmen wird. Dabei geht es vor allem um den globalen Marine- und Verteidigungssektor. Die Transaktion soll nach den derzeitigen Planungen im vierten Quartal abgeschlossen werden. Der Markt berücksichtigt die möglichen Effekte bislang kaum. In den Kursen ist davon derzeit wenig zu erkennen.
Mit dieser Übernahme wird sich Renk Zugang zu wichtigen Marineprogrammen in Australien, Großbritannien und Kanada sichern. Damit rücken bedeutende Seestreitkräfte und deren Budgets stärker in den Fokus des Unternehmens.
Darüber hinaus eröffnet die Übernahme den Zugang zur sogenannten Global Combat Ship-Familie. Hier geht es unter anderem um die Type-26-Fregatten. Zudem kann Renk im Marinegeschäft von den langen Laufzeiten der Programme profitieren, die auch das Service- und Ersatzteilgeschäft attraktiv machen.
David Brown Defence ist allerdings nicht nur im maritimen Bereich aktiv, sondern auch bei Landfahrzeugen – ebenso wie Renk. Das britische Unternehmen ist unter anderem Zulieferer für den Kampfpanzer Challenger 2 sowie für das Fahrzeug Boxer. Insofern erscheint die Übernahme aus strategischer Sicht durchaus interessant.
Wie teuer die Transaktion letztlich wird, ist bislang nicht offiziell bekannt. Medienberichten zufolge soll der Kaufpreis bei rund 250 Millionen US-Dollar liegen.
Offensichtlich sehen Analysten darin derzeit keinen Kritikpunkt. Die Kursziele haben sich kaum verändert. Das durchschnittliche Kursziel liegt weiterhin bei über 67 Euro. Die Aktie verfügt damit nach Einschätzung der Analysten weiterhin über erhebliches Kurspotenzial.
Renk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Renk-Analyse vom 16. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Renk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Renk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
