Renk-Aktie: Schnell weg damit!

Der Verkauf des Industriebereichs soll Ressourcen für Renk freisetzen; bis 2030 soll Verteidigung rund 90 Prozent des Umsatzes stellen.

Auf einen Blick:
  • Gleitlagergeschäft an Miba veräußert
  • Einheit beschäftigt rund 500 Mitarbeiter
  • Jahresumsatz beträgt etwa 130 Millionen Euro
  • Miba meldet größte Übernahme ihrer Geschichte

Renk treibt seine strategische Neuausrichtung konsequent voran und verkauft sein Gleitlagergeschäft an die österreichische Miba AG. Mit der Transaktion setzt der Augsburger Antriebsspezialist seine Ende 2025 angekündigte Strategie um, sich künftig noch stärker auf das Verteidigungsgeschäft zu konzentrieren.

Renk-Aktie: Defense soll bis 2030 rund 90 Prozent des Umsatzes ausmachen

Nach Unternehmensangaben soll der Anteil des Verteidigungsgeschäfts bis 2030 auf rund 90 Prozent des Konzernumsatzes steigen. Der Verkauf der Sparte „Slide Bearings“ soll Kapital und Managementressourcen freisetzen, um die wachstumsstarken Märkte für militärische Antriebslösungen an Land und auf See stärker zu adressieren.

Die veräußerte Einheit produziert standardisierte Gleitlager für Elektromotoren, Generatoren und Pumpen und bedient überwiegend industrielle sowie zivile Endmärkte. Das Geschäft wird seit Oktober 2025 als eigenständige Renk Bearings GmbH geführt.

Renk-Aktie: Für Miba größte Übernahme der Firmengeschichte

Für die Käuferin Miba ist die Akquisition von erheblicher Bedeutung. Das Geschäft umfasst rund 500 Mitarbeiter, fünf Produktionsstandorte in Deutschland, den USA, Brasilien, China und Japan sowie einen Jahresumsatz von etwa 130 Mio. Euro. Miba bezeichnet die Transaktion als die größte Übernahme in der Unternehmensgeschichte.

Miba will die Technologie künftig unter anderem für Anwendungen in den Bereichen Energiewende, Elektrifizierung, Rechenzentren, Elektromotoren sowie moderne Schiffsantriebe nutzen.

Zur Einordnung: Renk trennt sich gezielt von einem profitablen, aber nicht zum Kerngeschäft gehörenden Industriebereich und erhöht gleichzeitig seine Ausrichtung auf Rüstung und Verteidigung. Das passt zur aktuellen Sonderkonjunktur im europäischen Defense-Sektor. Je höher der Anteil verteidigungsbezogener Umsätze wird, desto stärker wird Renk künftig von steigenden Militärbudgets und langfristigen Beschaffungsprogrammen profitieren. Der Verkauf ist daher weniger als Rückzug, sondern vielmehr als weitere Fokussierung auf das margen- und wachstumsstärkere Kerngeschäft zu verstehen.

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