Renk hat an der Börse eine schwierige Woche hinter sich. Noch am Freitag konnte die Aktie zwar ein kleines Plus von 0,03 % verbuchen und notierte zuletzt bei 34,32 Euro. Am Montag bewegte sich das Papier nun auf der Stelle um dann am Dienstag wieder einen Abschlag zahlen zu müssen: -1,59 % sind es geworden. Die Notierungen fielen auf 34,13 Euro, die Aktie ist in einem sehr schwachen Verfassung. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 36,50 % verloren und liegt damit nur etwas besser als Rheinmetall, das ebenfalls massiv unter Druck geraten ist.
Technik ist derzeit nicht in Ordnung
Besonders deutlich wird die Schwäche beim Blick auf die technischen Kennzahlen. Renk notiert rund 24,3 % unter dem GD 100 und mehr als 31 % unter dem GD 200. Um wieder in die Nähe der langfristigen Trendindikatoren zu gelangen, müsste die Aktie damit erheblich zulegen. Technische Analysten sehen den Titel weiterhin in einem ausgeprägten Abwärtstrend.
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Dabei könnte die neue Woche durchaus interessant werden. Renk wird sich auf einer Rüstungsmesse in Washington präsentieren. Der Auftritt bietet dem Unternehmen die Gelegenheit, seine Produkte und seine Position im internationalen Verteidigungsgeschäft einem breiten Fachpublikum vorzustellen. Gerade nach den jüngsten Kursverlusten wäre eine Nachricht über neue geschäftliche Perspektiven an der Börse willkommen.
Denn an positiven Unternehmenszahlen mangelt es Renk grundsätzlich nicht. Nach den zuletzt vorgelegten Angaben erreichte der Auftragsbestand rund 7,4 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr waren zudem Rekordauftragseingänge von gut 1,2 Milliarden Euro gemeldet worden.
Damit verfügt das Unternehmen über einen erheblichen Bestand an bereits gewonnenen Aufträgen. Nach den bisherigen Angaben sind rund 90 % der für das laufende Jahr erwarteten Umsätze durch bestehende Bestellungen abgesichert. Das verschafft Renk eine hohe Planungssicherheit, auch wenn die Börse davon zuletzt wenig wissen wollte.
Die Anleger haben einfach den Daumen gesenkt. Vor allem der notwendige Ausbau der Produktionskapazitäten sorgt für Fragen. Die Unternehmen der Rüstungsindustrie müssen erheblich investieren, um ihre Auftragsbestände in den kommenden Jahren tatsächlich abarbeiten zu können.
Hinzu kommt das gestiegene Zinsniveau. Neue Anlagen und zusätzliche Kapazitäten lassen sich dadurch nur zu höheren Kosten finanzieren. Das könnte die Gewinnentwicklung belasten, selbst wenn die Nachfrage nach Rüstungsgütern weiterhin hoch bleibt. Nur Analysten halten der Renk die Treue, jedenfalls relativ. Die Kursziele sind deutlichst höher als der aktuelle Kurs der Aktie hergibt.
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