RENK-Aktie: Das Rheinmetall-Phänomen!

Der Auftragsbestand erreichte 7,4 Milliarden Euro; JP Morgan senkte sein Kursziel auf 62 Euro, weiterhin deutlich über dem Aktienkurs.

Auf einen Blick:
  • Aktie steigt an zwei Handelstagen
  • Seit Jahresbeginn fast 40 Prozent Minus
  • Auftragsbestand erreicht 7,4 Milliarden Euro
  • Mehr als 90 Prozent des Jahresumsatzes gesichert

Weiterhin recht schwach aufgestellt ist die Aktie von Renk an den Märkten. Sie legte nun allerdings nicht nur am Freitag, sondern auch am heutigen Montag zu. 0,6 % sind noch keine Erleuchtung, führen die Aktie aber auf ein Niveau von immerhin 34,25 Euro. Dennoch: Seit Jahresbeginn ging es um fast 40 % nach unten. Die Aktie konnte sich kaum einmal nach oben bewegen.

Analysten erwarten hier allerdings immer noch eine deutlich andere Bewertung. Zuletzt hatte JP Morgan ein Kursziel von 62 Euro genannt. Das ist zwar um 13 Euro niedriger als das vorherige Kursziel, allerdings liegen die 62 Euro derzeit immer noch rund 28 Euro über dem aktuellen Aktienkurs. Damit wird ein Aufschlag von circa 80 % erwartet.

RENK Group Aktie Chart

Diese Einschätzung haben die Börsen überhaupt nicht geteilt. Renk konnte derzeit allerdings auch keine neuen Nachrichten beitragen, die dem Unternehmen wirtschaftlich noch einmal Schwung verleihen würden.

Wenig neue Nachrichten, keine Befreiung

Es gibt derzeit kleinere Nachrichten, zum Beispiel eine US-Roadshow mit Jefferies. Allerdings sind solche Nachrichten sicherlich nicht so kursbewegend, dass hier eine Trendwende eingeleitet werden könnte.

Faktisch, das heißt wirtschaftlich betrachtet, ist Renk in einer sehr starken Verfassung. Das Unternehmen konnte in den ersten beiden Quartalen den gesamten Auftragsbestand auf 7,4 Milliarden Euro nach oben schrauben. Das ist ein neuer Rekord.

Damit wird das Unternehmen sicherlich auch auf einen sehr starken Umsatz im gesamten Jahr hoffen dürfen. Immerhin sind mit dem Auftragsbestand und den daraus resultierenden Tätigkeiten schon mehr als 90 % des Umsatzes gesichert, der für das gesamte Jahr vorgesehen war.

Insofern hat Renk kaum etwas dazu beigetragen, die Stimmung weiter zu verschlechtern. Allerdings sind die Rahmenbedingungen relativ ungünstig. Die Zinsen sind gestiegen, was für Rüstungsunternehmen nicht gut ist. Hierzu dürfte wohl vor allem die prominenteste Aktie beigetragen haben: Rheinmetall, die gleichfalls massiv gestürzt ist. Zum Zweiten wird daran gezweifelt, dass die Kapazitäten schnell genug aufgebaut werden können.

Allerdings sind auch die Analysten weiterhin der Meinung, dass die Aktie kräftig steigen sollte. Der gegenwärtige Abwärtstrend hat mit den Kurszielen der Analysten überhaupt nichts zu tun.

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