Renk-Aktie: Der Rheinmetall-Faktor!

Renk profitiert von einem Auftragsbestand über 7,4 Milliarden Euro, doch Zinsen und Finanzierungssorgen bremsen die Bewertung an der Börse.

Auf einen Blick:
  • Renk klettert auf 42,60 Euro
  • Aktie bleibt unter wichtigen Durchschnittslinien
  • Auftragsbestand erreicht 7,4 Milliarden Euro
  • Analystenziel liegt über 66 Euro

Mit einem Plus von 2,1 % startet Renk freundlicher in die neue Woche. Die Aktie steigt am Montag auf 42,60 Euro und reiht sich damit in die Kursgewinne anderer Rüstungswerte ein. Auch Rheinmetall legt zu und klettert wieder auf etwas mehr als 1.000 Euro.

Bei Renk ändert der Tagesgewinn am übergeordneten Kursbild allerdings wenig. Der Titel liegt weiterhin rund 3 % unter dem 100-Tage-Durchschnitt und etwa 17 % unter der 200-Tage-Linie. Die Erholung zum Wochenauftakt reicht damit noch nicht aus, um den seit einiger Zeit bestehenden Abwärtstrend zu verlassen.

Renk wie Rheinmetall

Die Schwäche lässt sich nur begrenzt mit den jüngsten Geschäftszahlen erklären. Renk hatte hohe Auftragsvolumina gemeldet und sieht sich für das laufende Jahr weiterhin im Rahmen seiner Erwartungen. Der Konzern profitiert dabei von der hohen Nachfrage nach Getrieben und Antriebssystemen für militärische Fahrzeuge.

An der Börse hat sich das Umfeld für Rüstungswerte zuletzt dennoch verschlechtert. Steigende Zinsen und die hohen Staatsschulden in wichtigen europäischen Ländern haben Zweifel daran verstärkt, wie schnell die angekündigten Verteidigungsprogramme tatsächlich finanziert und umgesetzt werden können. Für die Hersteller spielt dabei auch der kapitalintensive Ausbau der eigenen Produktionskapazitäten eine Rolle.

Renk verfügt bereits über ein erhebliches Volumen an bestellten Geschäften. Der Auftragsbestand belief sich zuletzt auf rund 7,4 Milliarden Euro. Damit besitzt der Konzern eine weitreichende Auslastung, auch wenn die Börse den Wert dieser Bestellungen derzeit deutlich vorsichtiger bewertet als noch vor einigen Monaten.

Renk Aktie Chart

Die Entwicklung bei Rheinmetall zeigt am Montag, dass der Verkaufsdruck auf die Branche zumindest vorübergehend nachlässt. Die Aktie des Düsseldorfer Konzerns steigt wieder über 1.000 Euro. Renk kann mit dem Anstieg auf 42,60 Euro ebenfalls Boden gutmachen, bleibt technisch jedoch wesentlich unter seinen längerfristigen Durchschnittslinien.

Deutlich höher liegen weiterhin die Einschätzungen der Analysten. Das durchschnittliche Kursziel für Renk beträgt mehr als 66 Euro. Gegenüber dem aktuellen Kurs von 42,60 Euro entspricht das einem rechnerischen Aufwärtspotenzial von rund 55 %. An diesen Bewertungen hat sich auch nach der jüngsten Schwäche der Rüstungsaktien nichts Wesentliches geändert.

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