RENK hat sich am Freitag mit einem Kursplus von 4,98 % auf rund 38 Euro zurückgemeldet. Vom jüngsten Ein-Jahres-Tief bei etwa 33,40 Euro hat sich die Aktie damit wieder etwas entfernt. Dennoch bleibt die Bilanz seit Jahresbeginn mit einem Minus von 33,7 % schwach. Auch die langfristigen Trendlinien liegen weit über dem aktuellen Kurs. Zur 100-Tage-Linie fehlen rund 21,8 %, zur 200-Tage-Linie sogar 28,8 %. Die Aufwärtsbewegung muss also noch Fahrt gewinnen.
RENK mit neuen Nachrichten, Branche bleibt indes auch stark
Die Analysten setzen deutlich höhere Maßstäbe an. Ihr durchschnittliches Kursziel liegt bei rund 61 Euro. Ausgehend von 38 Euro entspricht das einem rechnerischen Aufwärtspotenzial von etwa 60 %. Für ihre Einschätzung können sie sich auf die operative Entwicklung stützen. Im ersten Halbjahr erreichte RENK einen Rekord-Auftragsbestand von gut 7,4 Milliarden Euro. Damit waren bereits mehr als 90 % des für das Gesamtjahr geplanten Umsatzes abgedeckt. Gleichzeitig verbesserte sich die operative Marge auf 15,4 %. Die Jahresziele werden also nun mit hoher Sicherheit erreicht werden können.
Nun kamen für militärische Antriebssysteme neue Bestellungen hinzu. KNDS erweiterte einen Auftrag für Getriebe des Leopard 2 im Umfang von rund 130 Millionen Euro. Die Bestellung ergänzt das bestehende Geschäft, während die hohe Auftragsbasis bereits einen großen Teil des geplanten Jahresumsatzes absichert.
Am 5. November veröffentlicht RENK die Zahlen für das dritte Quartal. Die Analysten halten unterdessen an ihren Kurszielen von mehr als 60 Euro fest.
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