Einen ordentlichen Aufschlag von 1,2 % schaffte am Mittwoch die Aktie von Renk. Sie stieg auf 44,92 Euro. Damit sind die Notierungen in den vergangenen fünf Handelstagen um 2,2 % geklettert und innerhalb der vergangenen vier Wochen um 5,7 %.
Noch kein Befreiungsschlag für die Renk
Das ist allerdings noch kein Befreiungsschlag, wenn man bedenkt, dass die Aktie in den ersten viereinhalb Monaten des laufenden Jahres um 16,34 % nach unten gelaufen ist. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate ging es sogar um 37,7 % nach unten. Das zeigt, dass sich die Aktie weiterhin in einem langfristigen Abwärtstrend befindet.
Auch aus Sicht der technischen Analysten bestätigt sich dieses Bild. Die Aktie notiert derzeit rund 10,5 % unterhalb der 100-Tage-Linie und etwa 30,6 % unterhalb der 200-Tage-Linie. Damit bleiben die Voraussetzungen für nachhaltig steigende Kurse aus technischer Sicht vergleichsweise schwach.
Renk Aktie Chart
Nach Einschätzung der Chartanalysten müsste die Aktie zunächst die Marke von 50 Euro überwinden, um wieder deutlicher in einen Aufwärtstrend überzugehen.
Das Papier steht somit trotz der zuletzt etwas besseren Stimmung im Rüstungssektor weiterhin unter Druck.
Am Mittwoch wurden keine neuen Nachrichten zu Renk oder anderen Unternehmen der Branche veröffentlicht, die größere Kursbewegungen hätten auslösen können. Renk selbst dürfte derzeit ebenfalls kaum neue Informationen liefern, da bereits die Vorbereitung auf die Veröffentlichung der Quartalszahlen läuft.
Das Unternehmen wird am 6. August seine Zahlen für das zweite Quartal vorlegen. Dann könnte sich möglicherweise zeigen, dass Renk derzeit etwas unterschätzt wird.
Dass die Aktie beziehungsweise das Unternehmen unterschätzt wird, führen viele Marktbeobachter auch darauf zurück, dass Renk über einen längeren Zeitraum von Short-Investoren begleitet wurde. Dadurch geriet die Aktie zusätzlich unter Druck.
Fundamental verfügt das Unternehmen allerdings über einen sehr soliden Auftragsbestand von mehr als 6 Milliarden Euro. Dies wurde im Juni noch durch einen Großauftrag des US-Verteidigungsministeriums im Volumen von mehr als 700 Millionen US-Dollar unterstrichen.
Das verdeutlicht zugleich die starke Positionierung von Renk auf dem US-Markt, wo im kommenden Jahr voraussichtlich deutlich mehr Geld für Verteidigung ausgegeben werden soll. US-Präsident Donald Trump möchte die Verteidigungsausgaben auf rund 1,5 Billionen US-Dollar erhöhen. Ob sich dieses Vorhaben letztlich vollständig umsetzen lässt, bleibt abzuwarten.
Renk dürfte jedenfalls davon profitieren, wenn das Unternehmen seine starke Marktposition in den USA weiter ausbauen kann und damit auch die fundamentalen Erwartungen bestätigt.
Am 6. August wird das Unternehmen seine Quartalszahlen vorstellen. Die Analysten sind weiterhin nahezu einhellig der Meinung, dass die Aktie deutlich mehr wert ist. Die durchschnittlichen Kursziele liegen derzeit bei rund 67 Euro.
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