Nein, das war ganz sicher nicht die Woche für die Aktie von Renk. Vor Wochenfrist noch mit 53,69 Euro bewertet, hatten sich die Papiere des Rüstungskonzerns am Dienstag zwar auf 56,57 Euro verbessert. Nach einem ernüchternden Freitag, mit einem Abschlag von mehr als vier Prozent, verabschiedete sich die Renk-Aktie jedoch bei nur noch 52,01 Euro in Frankfurt aus dem Handel. Dabei hatten gleich zwei Analysten den Titel im Laufe der Woche empfohlen – mit jeweils hohem Kursziel.
Kursziele bis 75 Euro für Renk-Aktie
Zuletzt hatte die DZ Bank die Bewertung von Renk mit einem fairen Wert von 65 Euro mit „Kaufen“ in die Beobachtung aufgenommen. Die Umsatzstruktur zeige einen wachsenden Fokus auf Verteidigung, schrieb Holger Schmidt laut finanzen.net am Donnerstag. Der beschleunigte Auf- und Ausbau der Ausrüstung zur Verteidigung, insbesondere der NATO-Staaten, und das hohe Auftragsbuch sorgten für Dynamik bei Umsatz und bereinigtem operativen Ergebnis, argumentierte Schmidt.
- Mit einem erwarteten Kurszuwachs von 25 Prozent war der Analyst noch ausgesprochen vorsichtig
- Bereits zum Wochenstart hatte die US-Bank JP Morgan die Renk-Aktie noch weitaus höher eingestuft
Analyst David Perry beließ den Rüstungstitel bei einem Kursziel von 75 Euro, die Einstufung blieb folglich auf „Overweight“. Der europäische Rüstungssektor sehe „sehr attraktiv aus“, schrieb er in seinem Branchenkommentar vom Montag angesichts des nun beginnenden zweiten Quartals. Für den zivilen Luftfahrtsektor indes könnten die Risiken zunehmen, glaubt er.
Rheinmetall verlor noch mehr als Renk
Doch was passierte nach der guten Prognose an den Märkten? Die Aktie der Lufthansa etwa hat über die Woche ihren Kurs sogar leicht gesteigert, Rüstungstitel hingegen knickten ein. Renk gab im Wochenverlauf um knapp vier Prozent ab. Einziger Trost vielleicht: Die Aktie des großen Wettbewerbers Rheinmetall verlor im selben Zeitraum von 1.547 auf aktuell 1.461 Euro. Dies bedeutete einen Abschlag von sogar 5,5 Prozent.
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