RENK hat am Donnerstag um 1,95 % auf 35,47 Euro zugelegt. Damit zeigt sich das Papier etwas stärker, nachdem die Rüstungsindustrie insgesamt zuletzt erheblich unter Druck geraten war. Von einer nachhaltigen Erholung kann allerdings noch keine Rede sein.
Immerhin hat sich RENK inzwischen vom jüngsten Einjahrestief bei rund 33,40 Euro entfernt. Der Abstand beträgt etwa zwei Euro. Das schafft ein kleines Polster, reicht aber noch nicht aus, um die Aktie nach unten als abgesichert zu betrachten.
KNDS hat weiteren Auftrag ermöglicht
Die freundlichere Stimmung hat auch einen wirtschaftlichen Hintergrund. RENK hat einen weiteren Auftrag für Leopard-2-Getriebe erhalten. Dabei geht es um eine Erweiterung eines Auftrags von KNDS. Die Nachricht könnte dazu beigetragen haben, dass die Anleger das Papier wieder etwas positiver bewerten.
Am 5. November wird RENK die Ergebnisse für das dritte Quartal präsentieren. Dann dürfte sich zeigen, ob das Unternehmen seine Jahresziele wie erwartet erreichen kann.
Bereits die Zahlen des zweiten Quartals hatten keinen Anlass für Enttäuschungen gegeben. Die Erwartungen für Umsatz und Ergebnis im Gesamtjahr waren bestätigt beziehungsweise konkretisiert worden. Die wirtschaftliche Entwicklung blieb damit im Rahmen der bisherigen Prognosen.
An der Börse sieht das Bild dennoch deutlich schlechter aus. Seit Jahresbeginn hat RENK rund 33,7 % an Wert verloren. Die jüngste Erholung ändert an dieser schwachen Jahresbilanz zunächst wenig.
RENK Group Aktie Chart
Die Analysten teilen die Skepsis der Börse allerdings nicht. Sie halten weiterhin an Kurszielen von mehr als 61 Euro fest. Gegenüber der aktuellen Notierung von 35,47 Euro ergibt sich daraus ein rechnerisches Aufwärtspotenzial von rund 75 %.
Damit klaffen die wirtschaftliche Bewertung durch die Analysten und die tatsächliche Kursentwicklung erheblich auseinander. Die kommenden Quartalszahlen und die weitere Reaktion der Börse auf den jüngsten Großauftrag dürften zeigen, ob sich dieser Abstand verringert.
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