Die Schwäche der Rüstungsaktien hat inzwischen die nächste Runde erreicht. Renk steht dabei ähnlich unter Druck wie Rheinmetall. Die Börse diskutiert nicht mehr nur Aufträge und steigende Verteidigungsausgaben, sondern zunehmend die Folgen möglicher Verhandlungen über die Ukraine und zugleich die hohen Finanzierungskosten der Staaten.
Das sind eindeutige Signale
Das hinterlässt beim Kurs deutliche Spuren. Renk beendete den Montag bei 39,98 Euro und damit wieder unter 40 Euro. Gut 1,7 % gingen verloren. Auch technisch fehlt derzeit Unterstützung: Der GD100 verläuft mehr als 20 % oberhalb der Aktie.
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Für die kommenden Wochen könnte deshalb die Politik stärker mitbestimmen. Schon die Aussicht auf Gespräche über einen möglichen Frieden in der Ukraine reicht aus, um die langfristigen Wachstumserwartungen der Branche an der Börse zu hinterfragen. Im November könnten solche Diskussionen erneut aufkommen. Ein Friedensschluss ist damit keineswegs absehbar, die Unsicherheit darüber dürfte Rüstungswerte aber begleiten.
Renk geht in diese Phase mit einem hohen Auftragsvolumen. Anfang August hatte der Konzern für das erste Halbjahr knapp 1,2 Milliarden Euro neue Bestellungen gemeldet. Nun kommt es darauf an, die Produktion entsprechend hochzufahren. Bis 2030 sollen jährlich mehr als 2.000 Panzergetriebe gefertigt werden können.
Neue Geschäftszahlen gibt es am 5. November. Bis dahin stehen sich ein schwacher Aktienkurs, politische Unsicherheit und hohe operative Erwartungen gegenüber. Analysten taxieren Renk im Mittel weiterhin auf rund 66 Euro. JPMorgan liegt nach der jüngsten Kürzung bei 62 Euro, Berenberg bei 72 Euro.
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