Renk Aktie: Jefferies bleibt trotz Prognosesenkung bei Kaufen

Symbolbild, KI-generiert

Für die fortgeführten Bereiche erwartet Renk 1,4 Milliarden Euro Umsatz; Jefferies kalkuliert mit höheren Werten.

Auf einen Blick:
  • Gleitlagersparte soll an Miba gehen
  • Verkauf benötigt behördliche Genehmigungen
  • Renk erwartet 240–255 Millionen Euro EBIT
  • Jefferies schätzt Umsatz und EBIT höher

Bei Renk entscheidet nicht allein die niedrigere Prognose über die operative Einordnung. Entscheidend ist auch, welche Geschäfte sie umfasst. Nach dem angekündigten Verkauf der Gleitlagersparte beziehen sich die Ziele auf einen kleineren Konzernumfang. Die neue Prognose ist deshalb nicht direkt mit der bisherigen vergleichbar. Zugleich liegen die Erwartungen von Jefferies auch für das verbleibende Geschäft höher als die Unternehmensziele.

Ziviles Geschäft bleibt teilweise erhalten

Der angekündigte Verkauf an Miba bedeutet keinen vollständigen Abschied von zivilen Aktivitäten. Laut Renk bleibt das zivile Geschäft der Division Marine & Industry von der Transaktion unberührt. Anleger sollten deshalb zwischen der abgegebenen Gleitlagersparte und den fortgeführten Aktivitäten unterscheiden.

Die strategische Richtung ist dennoch eindeutig: Renk will den Verteidigungsanteil am Gesamtumsatz bis 2030 auf rund 90 % steigern. Das ist ein Unternehmensziel, kein bereits erreichter Umsatzmix.

Die Abgabe verändert damit das Profil des Konzerns. Sie beseitigt aber nicht sämtliche industriellen Einflussfaktoren. Gerade dieser Unterschied ist für die Bewertung wichtig: Ein stärkerer Verteidigungsfokus bedeutet nicht, dass die Entwicklung ziviler Märkte für Renk bedeutungslos wird.

Das zum Verkauf stehende Geschäft erzielt nach Angaben von Miba rund 130 Mio. € Jahresumsatz. Es umfasst rund 500 Beschäftigte an fünf Produktionsstandorten.

Der Abschluss steht weiterhin unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen. Der verbindliche Vertrag ist daher nicht mit dem vollzogenen Eigentümerwechsel gleichzusetzen.

Prognose mit verändertem Umfang

Ab dem vierten Quartal 2026 wird Renk die Gleitlagersparte nach IFRS 5 als nicht fortgeführten Geschäftsbereich ausweisen. Die aktualisierte Jahresprognose gilt für die fortgeführten Bereiche VMS und Marine & Industry.

Dafür erwartet Renk rund 1,4 Mrd. € Umsatz sowie ein bereinigtes EBIT von 240–255 Mio. €.

Die bisherige Konzernprognose hatte einen anderen Umfang. Ein unmittelbarer Vergleich würde den Effekt der herausgelösten Sparte mit der Entwicklung des verbleibenden Geschäfts vermischen.

Zuvor hatte Renk mehr als 1,5 Mrd. € Umsatz und ein bereinigtes EBIT von 255–285 Mio. € in Aussicht gestellt.

Für Anleger folgt daraus: Die niedrigeren Zielwerte allein belegen keine entsprechende operative Verschlechterung. Aussagekräftiger ist der Vergleich mit Erwartungen, die ebenfalls ohne das Gleitlagergeschäft gerechnet sind.

Analystenschätzungen setzen einen höheren Maßstab

Genau einen solchen Vergleich liefert Jefferies. Das Analysehaus kalkuliert ohne die Sparte mit 1,45 Mrd. € Umsatz und 261 Mio. € bereinigtem EBIT. Das Kursziel beträgt 60 €.

Damit liegen beide Geschäftsschätzungen über den Unternehmenszielen. Jefferies hält dennoch an der Kaufempfehlung fest. Der veränderte Konzernumfang erklärt somit die eingeschränkte Vergleichbarkeit der Prognosen, nicht aber den gesamten Abstand zu den Analystenerwartungen.

JPMorgan hat unterdessen seine Gewinnschätzungen je Aktie für 2027–2030 reduziert. Analyst David H. Perry begründet dies mit einem langsameren Hochlauf deutscher Panzerfahrzeugprogramme und schwächeren Industrieaussichten.

Die zentrale Bewertungsfrage lautet deshalb nicht nur, wie stark Renk auf Verteidigung ausgerichtet ist. Ebenso wichtig ist, wie schnell die verbleibenden Programme anlaufen und welchen Ergebnisbeitrag das fortgeführte Geschäft tatsächlich liefert.

RENK Group-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue RENK Group-Analyse vom 22. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten RENK Group-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für RENK Group-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

RENK Group: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)