Renk begann am Dienstag erneut mit einem kleineren Gewinn weitgehend ohne Änderung. 0,7 % Plus stehen auf den Kurstafeln. Die Kurse sind auf 44,33 Euro geklettert. Schon am Freitag waren die Kurse um 2,2 % gestiegen und am Montag um 0,38 % stärker.
Renk kommt nicht mehr voran
Die Aktie befindet sich dennoch in einer schwierigen Situation. Zumindest Charttechniker und technische Analysten sind der Auffassung, dass Renk derzeit schlecht aufgestellt ist. Minus 15,5 % fehlen zum GD100. Inzwischen beträgt der Abstand zur 200-Tage-Linie sogar 23,5 %. Die Aktie befindet sich damit in einer schwachen technischen Verfassung.
Das zeigt sich auch statistisch. Im laufenden Jahr hat die Aktie bereits rund 19,9 % verloren. In den zurückliegenden zwölf Monaten beläuft sich das Minus auf etwa 35 %. All dies verweist darauf, dass die Börsen Renk derzeit nur schwer einschätzen können.
Denn das Unternehmen selbst produziert keine schlechten Nachrichten, die einen derartigen Kursrückgang rechtfertigen würden. Auch am Donnerstag oder am Freitag war das nicht anders. In den vergangenen Tagen gab es praktisch keine neuen Unternehmensmeldungen. Dennoch bleibt die Aktie in einer schwachen Verfassung, auch wenn nun im sogenannten Pre-Close (als Ankündigung der Quartalszahlen) sogar die Jahresprognose bestätigt worden ist!
Ziele bestätigt, Stimmung ist mäßig
Zunächst die positive Nachricht: An den Analysteneinschätzungen hat sich nur wenig geändert. Nach deren Auffassung liegt der faire Wert der Aktie im Durchschnitt bei 67,21 Euro. Das entspricht einem Kurspotenzial von rund 55 %. Analysten gehen in der Regel davon aus, dass ihre Kursziele innerhalb der nächsten zwölf Monate erreichbar sind. Sie orientieren sich dabei vor allem an den wirtschaftlichen Gegebenheiten und weniger an der aktuellen Marktstimmung. Gestern nun hat Jefferies sogar die Einstufung der Renk bestätigt. „Buy“ heißt es mit dem Kursziel von 60 Euro!
Renk dürfte vor allem deshalb unter Druck geraten sein, weil die gesamte Rüstungsbranche derzeit unter einer schwachen Stimmung leidet. Offenbar zweifeln die Märkte daran, dass die Unternehmen ihre Rekordauftragsbestände mit den vorhandenen Kapazitäten zügig abarbeiten können. Insofern bleibt die Stimmung insgesamt diffus.
Faktisch befindet sich die Aktie, wie beschrieben, im Abwärtstrend. Praktisch dominiert derzeit jedoch vor allem die Unsicherheit.
Zuletzt hat auch die NATO diese Unsicherheit speziell bei Renk etwas verstärkt. Auf dem Gipfel in Ankara rückte vor allem die Luftverteidigung in den Mittelpunkt. Das wurde teilweise als leichte Belastung für Renk interpretiert. Das Unternehmen stellt vor allem Getriebe her und ist damit unter anderem ein wichtiger Zulieferer für die Panzerproduktion. Allerdings bleibt auch diese Einschätzung eher vage.
Renk Aktie Chart
Der Markt greift derzeit nahezu alles auf, was die Aktie belasten könnte. Demgegenüber verweisen Analysten weiterhin auf ihre Einschätzungen. Am 6. August kommt nach dem jüngsten Pre-Call alles endgültig auf den Tisch: Dann folgen die Quartalszahlen!
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