Die Aktien von Renk gerieten am Donnerstag unter Druck und verloren im MDax am Mittag 1,11 % Prozent (Börse Frankfurt). Die Erholungsrally vom Vortag im europäischen Rüstungssektor erwies sich als kurzes Aufbäumen. Neben Renk gaben auch die Papiere von Rheinmetall, Hensoldt und TKMS in einem insgesamt schwachen Marktumfeld nach.
Analysten verwiesen auf Gewinnmitnahmen vor dem langen Osterwochenende. Der Dax selbst verlor 1,4 Prozent, nachdem er zuvor drei freundliche Handelstage verzeichnet hatte. Anleger reduzierten ihre Risiken und nahmen Gewinne mit.
Nato-Sorgen lassen nach Senats-Stellungnahme nach
Die Branche war zuletzt durch mögliche Drohungen von US-Präsident Donald Trump belastet worden, die USA könnten aus der NATO austreten. Diese Sorgen ließen jedoch über Nacht etwas nach. In Trumps Rede zur Lage der Nation blieb die NATO unerwähnt, obwohl er mit neuen Drohungen gegen den Iran für Verunsicherung sorgte.
Auch im US-Senat regt sich Widerstand – und zwar über die Parteigrenzen hinweg. Der Demokrat Chris Coons und der Republikaner Mitch McConnell betonen in einer gemeinsamen Erklärung die Wichtigkeit der NATO für die US-Sicherheit. Das Fazit: Eine starke Allianz schützt Amerika. „Der Senat wird das Bündnis weiterhin unterstützen, da es Amerika, Europa und der Welt Frieden und Schutz bietet“, heißt es in der Mitteilung. Ein Alleingang beim NATO-Austritt ist rechtlich ausgeschlossen. Trump ist auf den US-Senat angewiesen. Nur mit einer Zweidrittelmehrheit dort wäre dieser Schritt möglich. Die Verfassung bremst.
Renk Group AG Aktie Chart
Deutsche Bank sieht hohe politische Hürden
Analyst Christophe Menard von der Deutschen Bank stellte das Szenario auf, dass ein Austritt der USA das Bündnis erheblich schwächen und europäische Staaten dazu veranlassen würde, ihre Ausgaben zu erhöhen und die Abhängigkeit von US-Waffen zu verringern. Ein Austritt aus der NATO? Im US-Kongress ist das kaum durchsetzbar. Er betonte, dass Trump dort auf massiven Widerstand stoßen würde. Keine Mehrheit in Sicht.
„Die politischen Hürden für einen formellen Austritt der USA aus der NATO sind hoch“, schrieb auch sein Kollege, der Marktbeobachter Jim Reid von der Deutschen Bank. Am Vortag waren die Aktien im Rüstungssektor noch kräftig angezogen, doch von einer Trendwende lässt sich noch nicht sprechen.
Anleger dürften in den kommenden Tagen beobachten, wie sich die politische Lage in Washington weiter entwickelt und welche konkreten Schritte zur Stärkung der europäischen Verteidigungsausgaben folgen. Die kurzfristige Volatilität im Sektor bleibt vorerst bestehen.
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