Renk-Aktie: Da geht noch viel mehr!

Patria bestellt weitere Renk-Getriebe; die Lieferung soll 2027 starten, während TRACKX-Beschaffungen den Weg zur Serienfertigung markieren.

Auf einen Blick:
  • Patria ordert zusätzliche HSWL-076-Getriebe
  • Auftragswert beträgt 30 Millionen Euro
  • Auslieferungsbeginn ist für 2027 vorgesehen
  • Finnland und Schweden starten TRACKX-Beschaffung

Die RENK Group sichert sich einen weiteren Auftrag im Geschäft mit militärischen Kettenfahrzeugen. Der finnische Rüstungskonzern Patria bestellt zusätzliche HSWL-076-Getriebe für seine TRACKX-Fahrzeugfamilie im Wert von 30 Mio. Euro. Die Auslieferung soll bereits 2027 beginnen.

Renk-Aktie: Folgeauftrag über 30 Millionen Euro

Schon Anfang 2026 hatte Patria bei Renk eine erste Vorserienlieferung der Getriebe bestellt. Der neue und laut Unternehmen deutlich umfangreichere Auftrag folgt nun, nachdem Finnland und Schweden Ende September die Beschaffung erster TRACKX-Fahrzeuge angestoßen haben. Auch deren Auslieferung soll 2027 beginnen.

Für Renk ist das ein wichtiger Schritt, weil der Konzern TRACKX bereits während Entwicklung, Erprobung und Vorserie begleitet hat. Die nun gestarteten Fahrzeugbeschaffungen bezeichnet das Unternehmen als wichtigen Schritt auf dem Weg zur Serienproduktion.

Renk-Aktie: Getriebe auch für unbemannte Fahrzeuge

Das HSWL 076 wurde speziell für leichte Kettenfahrzeuge mit einem Gewicht von 10 bis 20 Tonnen entwickelt. Das rund 700 Kilogramm schwere Getriebe vereint Lenk-, Brems- und Antriebsfunktionen in einer digital gesteuerten Antriebsstrangarchitektur. Diese bildet laut Renk zugleich die Grundlage für Funktionen wie Fernsteuerung, Platooning und zukünftige autonome Fähigkeiten.

Renk und Patria arbeiten auf dieser Basis auch an bemannten und unbemannten Fahrzeugkonzepten. Auf der Eurosatory 2026 hatten beide Unternehmen ein Konzept für ein schweres unbemanntes Bodenfahrzeug vorgestellt, das die TRACKX-Plattform mit dem HSWL 076 und der Drive-by-Wire-Architektur der RENK Group verbindet.

Zur Einordnung: Mit 30 Mio. Euro ist der Auftrag gemessen am Konzernumsatz von rund 1,4 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2025 überschaubar. Strategisch ist aber vor allem der Übergang von der Vorserie in Richtung Serienproduktion relevant. Sollten auf die ersten Beschaffungen durch Finnland und Schweden weitere TRACKX-Bestellungen folgen, könnte das für Renk zusätzliches Wachstum bedeuten.

Die Renk-Aktie verlor am Donnerstagmorgen 2,0 % auf 33,7 Euro. Das 1-Monats-Minus lag bei 19,5 %, das 6-Monats-Minus bei 39,4 % (Stand: 08.10.2026, 9:30 Uhr).

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