Wenig Anlass zur Hoffnung bietet im Moment die Aktie von RENK. Am Freitag jedenfalls ging es um 2 % abwärts, während die Konkurrenz von Rheinmetall noch leicht zulegen konnte. In den zurückliegenden fünf Tagen hat RENK ebenfalls 5,72 % verloren. In den vergangenen sechs Monaten liegt die Aktie insgesamt bereits 34,44 % im Minus.
Spätestens seit Juli, als das Papier nach einer Erholung bei über 50 Euro notierte, ging es wieder steil bergab. Eine nachhaltige Erholung setzte kaum ein.
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Zuletzt versuchten die RENK-Aktien noch einmal, ihre Nase nach oben zu recken. Das allerdings ist misslungen. Die Frage ist, was hier gerade vor sich geht.
Ukraine macht hier Angst
Offensichtlich haben die Börsen weiterhin Angst davor, dass es in der Ukraine zu Friedensverhandlungen kommen könnte. Dies könnte möglicherweise die Wachstumsaussichten von RENK begrenzen, so scheinen es die Börsen anzunehmen.
Angefeuert durch die hohen Zinsen befürchtet man offenbar zudem, dass weniger Aufträge von staatlicher Seite kommen könnten. Tatsächlich ist diese Spekulation bislang nicht unterfüttert. Konkret ist hingegen der Verkauf der Gleitlagersparte an die Miba AG.
Hier könnten die Börsen einen Fehler sehen. Tatsächlich erscheint der Verkauf allerdings eher plausibel. RENK möchte sich weiter auf das Rüstungsgeschäft konzentrieren und dessen Anteil am Gesamtgeschäft erhöhen.
Hier sind die Margen einfach höher. Deshalb haben Analysten auch kaum an ihren Kurszielen gearbeitet. Diese liegen im Durchschnitt immer noch bei annähernd 60 Euro.
Das bedeutet, dass RENK aus Sicht der Analysten ausgesprochen attraktiv ist. Am 5. November wird das Unternehmen seine Zahlen präsentieren. Die Stimmung an den Börsen ist allerdings so schlecht, dass zunächst einmal der kurzfristige Abwärtstrend vorherrscht.
Damit bleibt die Diskrepanz zwischen den hohen Kurszielen der Analysten und der tatsächlichen Kursentwicklung erheblich.
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