Reliance: Anleihe-Platzierung kommt auf den Tisch

Symbolbild, KI-generiert

Die freiwillige Auflösung betrifft eine kleine britische Tochter; zugleich steht eine mögliche Ausgabe von Schuldverschreibungen zur Prüfung.

Auf einen Blick:
  • Hamleys-Tochter erzielt 0,0048 Prozent des Konzernumsatzes
  • Auflösung frühestens zwei Monate nach dem 27. Oktober
  • Jio Platforms setzt Kursgewinne nach Börsennotierung fort
  • Gremium prüft mögliche Platzierung von Schuldverschreibungen

Reliance Industries hat gestern ein freiwilliges Verfahren zur Löschung seiner mittelbaren britischen Tochtergesellschaft Hamleys (Franchising) Limited offengelegt. Deren Umsatz entsprach lediglich 0,0048% des konsolidierten Konzernumsatzes im Geschäftsjahr 2025/26.

Auflösung frühestens nach zwei Monaten

Nach Angaben von Reliance kann die Auflösung frühestens zwei Monate nach dem 27. Oktober erfolgen. Die Mitteilung betrifft ausdrücklich Hamleys (Franchising) Limited, nicht den gesamten Hamleys-Bereich.

Die betroffene Gesellschaft erzielte 2025 einen Umsatz von ₹56,08 crore. Ihr Nettovermögen betrug zum 31. Dezember 2025 null. Gemessen am ausgewiesenen Umsatzanteil ist die wirtschaftliche Größenordnung der Gesellschaft innerhalb des Reliance-Konzerns gering.

An der Börse stand gestern daneben die Entwicklung von Jio Platforms im Blickpunkt. Laut Reuters führte Reliance den indischen Aktienmarkt nach oben, während Anleger den Börsengang der Digital- und Telekommunikationstochter weiter bewerteten. Jio Platforms setzte dabei seine Kursgewinne nach der Börsennotierung fort.

Am Mittwoch hatte sich noch ein anderes Bild gezeigt: Medienberichten zufolge gab Reliance während des starken Börsendebüts seiner Tochter nach. Jio Platforms startete mit einem Aufschlag auf den Ausgabepreis. Der Börsengang hatte Medienberichten vom 24. Oktober zufolge ₹30.213 crore eingebracht.

Gremium prüft mögliche Finanzierung

Für heute hat Reliance außerdem eine Sitzung seines Führungsgremiums angekündigt, bei der eine mögliche Privatplatzierung nicht wandelbarer Schuldverschreibungen geprüft werden soll. Das Unternehmen hat dafür weder einen vorgeschlagenen Emissionsbetrag noch konkrete Konditionen genannt.

Nach der Unternehmensmitteilung kommen börsennotierte, besicherte oder unbesicherte, rückzahlbare Schuldverschreibungen infrage. Eine Ausgabe wäre in einer oder mehreren Tranchen möglich. Eine Entscheidung über die Finanzierung ist damit noch nicht angekündigt; Gegenstand der Sitzung ist zunächst deren Prüfung. Im Anschluss ist ein Analystentreffen vorgesehen.

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