Redwood AI verbrennt Millionen, ohne eigene Einnahmen zu erzielen. Diese fundamentale Schwäche drückt massiv auf den Kurs. Am Mittwoch rutschte der Relative-Stärke-Index (RSI) auf 26,9 ab. Ein klares Überverkauft-Signal.
Das kanadische Unternehmen steckt tief in der Entwicklungsphase. Im letzten Quartal verbuchte Redwood AI einen Nettoverlust von 10,86 Millionen CAD. Das Eigenkapital ist mittlerweile negativ. Das bedeutet ein massives Risiko für Privatanleger.
An der Börse setzt sich die Talfahrt fort. Die Aktie schloss am Dienstag bei 2,90 CAD. Auf Wochensicht verlor das Papier rund zwei Prozent. Die Volatilität bleibt extrem hoch. Sie liegt annualisiert bei über 114 Prozent.
Übernahme bringt Verwässerung
Parallel dazu plant das Management einen teuren Zukauf. Redwood AI will den Cybersecurity-Spezialisten Quantum.IQ übernehmen. Eine entsprechende Absichtserklärung existiert seit Ende Mai. Der Kaufpreis wird in eigenen Aktien bezahlt.
Das Vorhaben könnte Aktionäre teuer zu stehen kommen. Bis zu 14 Millionen neue Papiere sollen fließen. Die Hälfte davon wechselt direkt beim Abschluss den Besitzer. Der Rest folgt bei Erreichen bestimmter Ziele. Aktuell zirkulieren knapp 37,3 Millionen Aktien. Die geplante Ausgabe würde den Anteil der Altaktionäre massiv verwässern.
Warten auf den Durchbruch
Operativ treibt der Konzern seine Plattform „Reactosphere“ voran. Diese Software nutzt Künstliche Intelligenz. Sie soll Chemikern bei der Optimierung von Synthesewegen helfen. Staatliche Zuschüsse stützen die Entwicklung. Unter anderem fließen Fördergelder vom National Research Council of Canada.
Dennoch bleiben die operativen Kosten für die KI-Modelle enorm hoch. Die Technologie muss nun zügig aus der Entwicklungsphase herauswachsen. Ohne erste kommerzielle Verträge und echte Umsätze droht der finanzielle Spielraum weiter zu schrumpfen.
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