Redcare Pharmacy NV-Aktie: Wie geht es jetzt weiter?

Redcare Pharmacy meldet Umsatzwachstum, senkt jedoch die Profitabilitätsziele. Der Aktienkurs befindet sich in einem deutlichen Abwärtstrend und testet wichtige Unterstützungszonen.

Auf einen Blick:
  • Umsatzwachstum von 21 Prozent im Gesamtjahr
  • Senkung der mittelfristigen EBITDA-Zielmarge
  • Aktienkurs im Abwärtstrend bei 2022er Niveau
  • Ausblick für 2026 mit moderaterem Wachstum

Redcare Pharmacy NV hat mit den Zahlen für das vergangene Jahr ein eher gemischtes Bild geliefert. Das sorgte in der aktuellen Phase für Druck auf die Aktie und einen deutlichen Rücksetzer im Markt. Im Chart ist der Kurs dabei bis an eine Unterstützungszone gelaufen.

Anpassung löst deutlichen Rückgang aus

Im Gesamtjahr 2025 steigerte Redcare den Umsatz auf rund 2,9 Mrd. €, nach etwa 2,4 Mrd. € im Vorjahr. Das entspricht einem Wachstum von rund 21 % und zeigt, dass Online-Apotheken weiterhin Marktanteile gewinnen. Besonders stark entwickelte sich das deutsche Rx-Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten. Hier lag der Umsatz 2025 bei rund 503 Mio. € und übertraf damit die eigene Zielmarke von 500 Mio. €.

Schwächer lief dagegen das klassische OTC-Geschäft, also frei verkäufliche Medikamente und Gesundheitsprodukte. Im vierten Quartal wuchs dieser Bereich nur noch um etwa 9 % und blieb damit deutlich unter den Analystenschätzungen. Besonders in der DACH-Region lag das Wachstum rund zehn Prozent unter den Erwartungen. Das Unternehmen führt diese Entwicklung unter anderem auf ein schwächeres Konsumumfeld und geringere Marketingausgaben zurück.

Der größte Schock für den Markt war jedoch die Anpassung der Profitabilitätsziele. Redcare senkte seine mittelfristige Zielmarge beim bereinigten EBITDA von zuvor über 8 % auf nun über 5 %. Langfristig hält das Management zwar weiterhin eine Marge von über 8 % für möglich. Investoren interpretierten die Anpassung jedoch als Signal, dass der Weg zur nachhaltigen Profitabilität länger dauern könnte als ursprünglich erwartet.

Für 2026 erwartet das Unternehmen weiterhin solides Wachstum. Der Umsatz soll um etwa 13–15 % steigen, was einem Gesamtumsatz von rund 3,3 Mrd. € entsprechen würde. Im deutschen Rx-Geschäft peilt Redcare einen Umsatz von mehr als 670 Mio. € an. Das Non-Rx-Segment dürfte dagegen nur noch um etwa 8–10 % wachsen.

Redcare Pharmacy NV-Aktie im Chart-Check

Seit den Hochs im November befindet sich der Chart in einem kontinuierlichen Abwärtstrend. Aktuell liegt der Kurs wieder auf einem Niveau, das zuletzt im Jahr 2022 erreicht wurde. Mit dem jüngsten starken Einbruch auf der Unterseite ist der Markt an die nächste Unterstützungszone herangelaufen. Die vorherige Zone zwischen 62,45 und 66,9 Euro, an der sich der Markt zuvor halten konnte, dient nun als Widerstand. An der aktuellen Schwelle wäre es wichtig, dass sich der Markt stabilisiert. Von dort aus könnte eine Erholung starten. Diese Erholung dürfte dann entscheiden, ob sich der Markt wieder nach oben bewegen und die Abwärtstendenz brechen kann oder ob der Trend weiterhin nach unten zeigt. Sollte jedoch keine Stärke in den Markt kommen und der Kurs weiter fallen, könnten die Tiefs zwischen 36,5 und 38,18 Euro als nächste mögliche Unterstützungszone dienen. Hier die Redcare Pharmacy NV-Aktie im Tageschart.Redcare Pharmacy NV

Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier: https://www.tradingview.com/x/EEBqTMlV/

An der aktuellen Schwelle würde ich nicht auf die Bewegung aufspringen, denn das würde eher einem FOMO-Trade entsprechen. Stattdessen würde ich nach möglichen Rebound-Gelegenheiten suchen und mich eher auf die Long-Seite fokussieren.

Sollte es an der aktuellen Zone oder auch an der unteren Unterstützungszone zu einer Stabilisierung und neuer Kaufkraft kommen, könnte sich daraus eine Chance ergeben. Mir ist natürlich bewusst, dass ich mich damit gegen den aktuellen Trend stelle. Dennoch möchte ich auf diesem Niveau nicht mehr Short gehen. Wichtig ist dabei, einen engen Ausstieg zu definieren und nicht zu versuchen, dem Markt etwas vorwegzunehmen.

Ihr Konrad

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