Redcare Pharmacy-Aktie: Nur ein Vorgeschmack!

Die Aktie von Redcare Pharmacy war nach den Jahreszahlen eingebrochen. Die Anleger reagierten auf den enttäuschenden Ausblick. Die Analysten bleiben dennoch optimistisch.

Auf einen Blick:
  • Die Redcare-Pharamcy-Aktie ist nach Jahreszahlen am Mittwoch zweistellig eingebrochen
  • Die Anleger reagierten entsetzt auf den mauen Ausblick, trotz aktueller Zuwächse
  • Die Analysten äußerten sich ebenfalls kritisch, sprachen aber Kaufempfehlungen aus
  • Jefferies beließ das Kursziel für die Onlineapotheke bei 150 Euro, 225 Prozent höher

Liebe Leserin, lieber Leser,

das zurückliegende Jahr war zweifellos nicht das für Redcare Pharmacy, zumindest nicht an der Börse. Von ihrem Höchststand im März 2025 bei einem Kurs von 144 Euro, waren die Papiere der Online-Apotheke (ex Shop Apotheke) auf zuletzt rund 60 Euro gefallen. Und doch war es nur ein Vorgeschmack auf das, was am Mittwoch passieren sollte. Redcare legte Quartalszahlen vor – und die Aktie crashte um weitere 21 Prozent, beendete den Xetra-HandeL bei nur noch 47,00 Euro und damit gut 60 Prozent im Jahresminus. Die Frage ist: warum?

Redcare Pharmacy NV Aktie Chart

Redcare Pharamcy spricht von „starkem Jahr“

Denn Redcare Pharmacy verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 nach eigenen Angaben „ein starkes zweistelliges Umsatzwachstum und verbesserte zugleich die Profitabilität“. Der Konzernumsatz stieg demnach um 24,1 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro, „getragen vom anhaltenden Wachstum im rezeptpflichtigen Geschäft“, wie es hieß. „Die Rx-Erlöse lagen erstmals über der Marke von EUR 1 Mrd.; in Deutschland erhöhte sich der Rx-Umsatz auf EUR 503,0 Mio. und damit nahezu auf das Doppelte des Vorjahreswertes.“ Gleichzeitig entwickelte sich die Profitabilität laut Redcare positiv.

  • Das bereinigte EBITDA erhöhte sich um 72% auf 57,4 Mio. Euro, die bereinigte EBITDA-Marge lag bei 2,0&
  • Auch die Zahl der aktiven Kunden stieg, auf nun 13,9 Millionen (2024: 12,5 Mio.), ein Nettozuwachs von 1,4 Millionen

Wachstum bei Onlineapotheke verlangsamt

Doch aus welchem Grund reagierten die Anleger mit einem solchen Abverkauf? „Das Wachstum im Non-Rx-Bereich verlangsamte sich im Jahresverlauf“, wie Redcare Pharamcy ebenfalls einräumte. Im vierten Quartal lag es demnach bei 9,3 Prozent, nachdem der Marketingaufwand im Verhältnis zum Umsatz unter dem Niveau des Vorjahresquartals lag. „Das insgesamt verhaltene Marktumfeld wirkte zusätzlich belastend“, hieß mes. Redcare-CEO Olaf Heinrich gab sich dennoch zuversichtlich: „Wir bauen Jahr für Jahr die Basis für ein wachstumsstarkes und profitableres Geschäft weiter aus“, versicherte er.

Redcare Pharmacy erwartet für das Jahr 2026 demnach ein Wachstum des Konzernumsatzes von 13 bis 15 Prozent. Dieses werde durch die weitere Expansion des verschreibungspflichtigen Geschäfts getragen. Was positiv klang, war offenbar dennoch enttäuschend. „Die neuen Ziele für 2026 liegen spürbar unter den bisherigen Markterwartungen“, kommentierte dass Anlegermagazin Der Aktionär. „Besonders kritisch sehen Beobachter den Ausblick für das Deutschlandgeschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten.“

Redcare-Aktie weiter mit hohen Prognosen

Die Analysten hatten in der Tat reihum die niedrigen Ziele für 2026 kritisiert. Dennoch gehen sie ganz offensichtlich von einem mittelfristig deutlich steigenden Aktienkurs bei Redcare Pharmacy aus. Das lässt sich klar an den laut finanzen.net am Mittwoch aufgerufenen Prognosen ablesen.

  • Baader Bank: 125,00 EUR, +171,15%
  • Barclays: 110,00 EUR, +138,61%
  • Jefferies: 150,00 EUR, +225,38%
  • UBS: 74,00 EUR, +60,52%

Jeffries belässt Redcare-Kursziel bei 150 Euro

Selbst die kritische schweizer Großbank UBS hatte die Einstufung für Redcare Pharmacy zwar auf „Neutral“ belassen – sieht bei einem Kursziel von 74 Euro offenbar dennoch ordentlich Luft nach oben. Der Ausblick auf 2026 sei enttäuschend, schrieb Analyst Olivier Calvet am Mittwoch. Es stelle sich die Frage, ob hier die Konkurrenz durch die Drogeriekette DM zum Ausdruck komme?

Das Analysehaus Jefferies hingegen hat die Einstufung für die Redcare-Aktie trotz des enttäuschenden Ausblicks auf „Buy“ belassen. Die Ziele der Onlineapotheke für 2026 lägen durch die Bank klar unter den Erwartungen, schrieb Martin Comtesse. Das bereinigte operative Ergebnis, das sich am Mittelpunkt der Zielspanne daraus ergebe, liege um 19 Prozent unter dem Konsens. Warum er dennoch mittelfristig von mehr als einer Verdreifachung des Aktienkurses bei Redcare ausgeht, erläuterte er nicht.

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