Red Cat Holdings-Aktie: Vor dem Zahlentest!

Der US-Drohnenhersteller Red Cat meldet ein explosives Umsatzwachstum, bleibt aber unprofitabel. Neue Verteidigungspartnerschaften und ein erhöhtes Analystenziel sorgen für Aufwind vor den Zahlen.

Auf einen Blick:
  • Explosiver Umsatzanstieg von über 1.800 Prozent erwartet
  • Strategische Partnerschaft für autonome Verteidigungssysteme
  • Analysten erhöhen Kursziel auf 20 US-Dollar
  • Profitabilität trotz Wachstum noch nicht erreicht

Red Cat Holdings steht vor einer entscheidenden Woche. Am 18. März veröffentlicht der US-Drohnenhersteller seine Quartalszahlen für Q4 2025 – und die Erwartungen sind hoch. Gleichzeitig treiben eine neue Verteidigungspartnerschaft und ein erhöhtes Kursziel die Aktie weiter an.

Explosives Umsatzwachstum, aber rote Zahlen

Die vorläufigen Zahlen für Q4 2025 klingen beeindruckend: Red Cat erwartet einen Quartalsumsatz zwischen 24 und 26,5 Millionen US-Dollar – ein Anstieg von rund 1.842 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2025 rechnet das Unternehmen mit 38 bis 41 Millionen Dollar Umsatz, etwa 153 Prozent mehr als 2024.

Doch hinter den Wachstumszahlen verbirgt sich ein strukturelles Problem: Red Cat schreibt weiterhin tiefrote Zahlen. Steigende Verwaltungs- und Forschungskosten drücken das Ergebnis, die Verlustmarge vor Steuern liegt bei -252 Prozent. Profitabilität ist kurzfristig nicht in Sicht.

Vom Drohnenbauer zum Systemanbieter

Parallel zur Zahlenveröffentlichung treibt Red Cat seine strategische Neuausrichtung voran. Anfang März trat Allen Control Systems (ACS) der sogenannten Red Cat Futures Initiative bei – einem Konsortium, das autonome Systeme für moderne Kriegsführung entwickeln soll.

Konkret geht es um die Integration von ACS‘ Bullfrog-Gegendrohnensystem in Red Cats maritime Plattformen. Das Unternehmen baut damit seine Präsenz über die Luft hinaus aus: Die Produktionskapazität für unbemannte Überwasserfahrzeuge liegt bei 500 bis 1.000 Einheiten pro Jahr, zu Preisen zwischen 750.000 und 1,5 Millionen US-Dollar pro Einheit.

Hinzu kommt ein Auftrag aus dem asiatisch-pazifischen Raum: Ein alliierter Staat bestellte das Black Widow-Drohnensystem nach einer kompetitiven Ausschreibung, Lieferung ist für 2026 geplant. Es ist bereits der zweite Auftrag dieser Art aus der Region.

Red Cat Holdings Inc Aktie Chart

Rückenwind durch Regulierung und Analysten

Zusätzlichen Schub liefert die US-Regulierung: Die FCC setzte Anfang 2026 eine Bestimmung des Verteidigungshaushalts um, die ausländische Drohnenkomponenten einschränkt. Davon profitiert Red Cat als US-Hersteller direkt.

Analyst Ladenburg Thalmann erhöhte das Kursziel von 15 auf 20 US-Dollar und verwies auf das Potenzial für schnelles Wachstum angesichts steigender geopolitischer Spannungen. Zudem könnte ein sogenannter FRIP-Folgevertrag mit der US-Armee die Bestellmengen von Hunderten auf Tausende Drohnen skalieren.

Der 18. März als Prüfstein

Analysten weisen allerdings auch auf Risiken hin: Red Cat hat in der Vergangenheit Aktionäre durch Kapitalerhöhungen verwässert, und der kapitalintensive Aufbau von Fertigungskapazitäten könnte weitere Eigenkapitalmaßnahmen erfordern.

Die Quartalszahlen am 18. März werden zeigen, ob das rasante Umsatzwachstum auch die Kostenseite unter Kontrolle bringt – oder ob die strategischen Ambitionen vorerst weiter auf Kosten der Marge gehen.

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