Man muss Red Cat lassen: Die Firma aus Salt Lake City denkt groß. 200 Millionen Dollar frisches Kapital, dazu eine Greenshoe-Option über weitere 30 Millionen, Evercore ISI und BofA Securities als Bookrunner, der ganze Apparat. Und die Reaktion der Anleger? Minus 10 Prozent im nachbörslichen Handel.
Viel Geld, vage Pläne
Was Red Cat mit dem Geld vorhat, klingt nach dem üblichen Sammelsurium: Akquisitionen, Expansion, Forschung und Entwicklung, Investitionsausgaben, Betriebskapital. Sprich: alles und nichts Konkretes. Das Unternehmen spricht von „allgemeinen Unternehmenszwecken“ und der „Beschleunigung strategischer Wachstumsinitiativen“. Wer auf einen klaren Plan gehofft hatte, wartet weiter.
Dabei ist das Unternehmen durchaus ambitioniert aufgestellt. Red Cat entwickelt Drohnen und Robotiklösungen für Verteidigung und nationale Sicherheit, betreibt die Tochtergesellschaften Teal Drones und FlightWave Aerospace, produziert die Black Widow als Kernprodukt und drängt über Blue Ops, Inc. zusätzlich in den maritimen Bereich mit unbemannten Oberflächenfahrzeugen. Das Ziel: 1.000 Black-Widow-Drohnen monatlich, 150 bis 180 Millionen Dollar Jahresumsatz, 30 Prozent Bruttomarge.
Red Cat Holdings Aktie Chart
850 Prozent Wachstum, trotzdem im Minus
Das klingt alles nach einer guten Geschichte. Und tatsächlich, 850 Prozent Umsatzwachstum im Jahresvergleich im ersten Quartal 2026 ist kein schlechter Wert. Nur hat Red Cat dabei sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Erwartungen verfehlt. Wachstum ja, profitables Wachstum noch nicht.
Genau da liegt der Haken dieser Kapitalerhöhung. Wer noch keine stabilen Margen vorweisen kann, verwässert seine Aktionäre mit einem Angebot dieser Größenordnung erheblich, und muss dann liefern. Die Anleger haben das am Dienstagabend auf ihre Art kommentiert.
Hochrisikowette mit großem Appetit
Red Cat ist, das sagen selbst wohlwollende Beobachter, eine Hochrisikowette auf die Zukunft der Kriegsführung. Der Drohnenmarkt für Verteidigung wächst, das ist unbestritten. Ob Red Cat dabei zu den Gewinnern gehört, steht auf einem anderen Blatt. 230 Millionen Dollar frisches Kapital kaufen Zeit und Möglichkeiten, aber keine Garantien. Die Aktie hat das bereits eingepreist.
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