Die maritime Sparte von Red Cat Holdings baut ihre Test- und Entwicklungskapazitäten in den USA aus. Das auf unbemannte Systeme spezialisierte Unternehmen vereinbarte gestern eine strategische Partnerschaft mit der Florida Atlantic University.
Im Zentrum steht der Zugang zu einem 144 Acres großen Tiefwasserstandort des Harbor Branch Oceanographic Institute in Fort Pierce. An der Börse schloss die Red-Cat-Aktie gestern bei 5,64 Euro, was einem Minus von 1,1 Prozent entspricht.
Tiefwasserzugang für unbemannte Überwasserschiffe
Durch die Kooperation verlegt die maritime Einheit Blue Ops operative Einsätze an den Forschungscampus an der Ostküste Floridas. Die Liegenschaft verfügt über einen direkten Zugang zum offenen Meer.
Red Cat beabsichtigt, das Areal für Entwicklung, Integration und Praxistests unbemannter Überwasserschiffe zu nutzen. Neben Erprobungen zu Land und zu Wasser umfasst das Abkommen gemeinsame Forschungsvorhaben, Schulungsprogramme und den Austausch von wissenschaftlicher Ausrüstung.
Die modularen Überwasserschiffe sind für militärische Aufgaben konzipiert. Dazu zählen Aufklärung, der Schutz von Häfen und Küsten sowie Versorgungsfahrten in umkämpften Seegebieten. Das Testgelände in Fort Pierce ergänzt die bisherige Struktur aus der Unternehmenszentrale in West Palm Beach und einer Fertigungsstätte in Valdosta im US-Bundesstaat Georgia. Dort stehen 155.000 Quadratfuß Produktionsfläche bereit.
Margenziele und Analystenstimmen
Für den Gesamtkonzern besitzt der Ausbau des maritimen Geschäfts strategische Priorität. Nach dem Serienstart des Bootsmodells Variant 7 peilt das Management gegen Ende des Jahres eine Bruttomarge von rund 30 Prozent an. Steigende Auslieferungen der Überwasserschiffe sollen diesen Zuwachs stützen. Erreichen die operativen Einheiten ihre internen Quartalsziele, könnte die Sparte bereits zum Jahresende die operative Gewinnschwelle erreichen.
An der Wall Street stößt die langfristige Ausrichtung weiterhin auf Zuspruch. Das Analysehaus Needham stuft die Aktie mit einer Kaufempfehlung ein, ebenso HC Wainwright. Belastend wirkte zuletzt jedoch ein verhaltener Quartalsbericht für das zweite Quartal.
Mit dem aktuellen Kursniveau notiert der Titel 65 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Für Red Cat kommt es in den nächsten Monaten darauf an, die angekündigten Fertigungsschritte im maritimen Bereich umzusetzen und die anvisierte Profitabilität bei Blue Ops nachzuweisen.
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