Red Cat Holdings nennt den Termin für die nächsten Quartalszahlen. Der Drohnen- und Robotik-Spezialist meldet sich am 6. August 2026 nach US-Börsenschluss zu Wort. Die Aktie notiert bei 7,24 Euro, ein Minus von 3,83 Prozent am Tag.
Der Termin kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Die Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen 22,3 Prozent verloren und liegt 20 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 9,05 Euro. Seit Jahresbeginn steht aber immer noch ein Plus von 8 Prozent zu Buche.
Der Bericht folgt auf ein Rekordquartal
Das Management wird um 22:30 Uhr MEZ ein Video-Webinar abhalten, um die Zahlen zu erläutern. Vorher stehen weitere Auftritte an: im September präsentiert Red Cat auf der Piper Sandler Growth Frontiers Conference in Nashville, im August zusätzlich bei einer virtuellen Needham-Konferenz.
Die Erwartungen sind hoch, denn das erste Quartal war außergewöhnlich stark. Der Umsatz sprang um 849 Prozent auf 15,5 Millionen US-Dollar. Treiber war die starke Nachfrage nach Drohnen und unbemannten Wasserfahrzeugen. Die Bruttomarge drehte dabei erstmals ins Positive.
Für das Gesamtjahr peilt das Unternehmen einen Umsatz zwischen 150 und 180 Millionen US-Dollar an, bei einer Bruttomarge von rund 30 Prozent. Steigende Verteidigungsbudgets und wachsende internationale Nachfrage sollen dieses Ziel stützen. Der August-Bericht zeigt erstmals, ob sich dieses Tempo im zweiten Quartal fortgesetzt hat.
CEO verkauft Aktien, Analysten bleiben optimistisch
Parallel zur Kursschwäche sorgte eine Insidertransaktion für Gesprächsstoff. Der CEO verkaufte am 15. Juli 150.000 Aktien zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 8,51 US-Dollar, insgesamt rund 1,28 Millionen US-Dollar. Der Verkauf lief über einen automatisierten Handelsplan, den das Unternehmen bereits im März aufgesetzt hatte.
Die Analystenmeinungen bleiben trotz der Kursverluste größtenteils konstruktiv. H.C. Wainwright und Roth Capital vergaben in diesem Jahr Kaufempfehlungen für den Titel. Eine Bank senkte ihr Kursziel nach einer verwässernden Kapitalerhöhung im Mai, begründete dies aber mit Sorgen um die Kapitalstruktur, nicht mit schwächeren Fundamentaldaten.
Ausblick
Der 6. August wird zum Testfall für Red Cat. Das Unternehmen muss zeigen, ob es sein Umsatzwachstum halten und gleichzeitig die Verluste eindämmen kann, während die Produktion bei Drohnen und Wasserfahrzeugen hochgefahren wird. Bei einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von 82,25 Prozent dürfte die Reaktion auf die Zahlen erneut heftig ausfallen – in welche Richtung, entscheidet sich erst am Berichtstag selbst.
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