Liebe Leserinnen und Leser,
die Schwankungen an den Aktienmärkten sind zuletzt wieder spürbar gestiegen, besonders im Technologiebereich, in dem die führende Börse Nasdaq 4 Verlust-Wochen in Folge verbucht hat. Gerade für Anleger, die stärker auf planbare Einnahmen als auf Kurschancen setzen, rücken damit defensive Geschäftsmodelle in den Fokus.
Eine Aktie, die hier äußerst interessant ist, ist das Gewerbe-Immobilien Realty Income – ein US-REIT, der es Investoren ermöglicht, sich an einem breit gestreuten Portfolio zu beteiligen, ohne selbst Vermieter sein zu müssen.
Das Grundprinzip ist einfach: Anleger stellen Kapital zur Verfügung, Realty Income investiert dieses in langfristig vermietete Immobilien und schüttet die daraus entstehenden Erträge regelmäßig aus. Statt sich um Mietausfälle, Reparaturen oder Nebenkostenabrechnungen kümmern zu müssen, erhalten Aktionäre eine monatliche Dividende direkt aufs Konto.
Das Geschäftsmodell im Detail: Planbare Cashflows durch „Triple Net“
Realty Income setzt überwiegend auf sogenannte Triple-Net-Mietverträge. Das bedeutet: Die Mieter übernehmen neben der eigentlichen Miete auch Kosten für Steuern, Wartung und Instandhaltung. Für das Unternehmen bleiben dadurch vergleichsweise stabile, gut kalkulierbare Einnahmenströme.
Die Immobilien sind in der Regel langfristig vermietet – häufig mit Laufzeiten von zehn bis zwanzig Jahren. Zudem ist das Portfolio breit gestreut über verschiedene Branchen wie Einzelhandel, Logistik, Industrie und Dienstleistungen. Viele Mieter verfügen über Investment-Grade-Ratings, was das Ausfallrisiko zusätzlich reduziert.
Gerade in wirtschaftlich unsicheren Phasen zahlt sich diese Struktur aus. Während zyklische Unternehmen mit Nachfrageschwankungen kämpfen, bleiben die Mietzahlungen in der Regel konstant – vorausgesetzt, die Bonität der Mieter stimmt.
660 Monate Dividende – mehr als nur ein Werbeslogan
Ein zentrales Merkmal von Realty Income ist die monatliche Ausschüttung. Dabei handelt es sich nicht um eine clevere Marketingidee, sondern um eine historisch gewachsene Praxis: Seit mehr als 660 Monaten wurden Dividenden ohne Unterbrechung gezahlt. Zudem wurde die Ausschüttung über drei Jahrzehnte hinweg regelmäßig erhöht, was dem Unternehmen den Status eines Dividendenaristokraten eingebracht hat.
Für Anleger mit Fokus auf laufende Einnahmen kann das attraktiv sein. Die aktuelle Dividendenrendite liegt bei rund 5,7%. Entscheidend ist dabei weniger die absolute Höhe als vielmehr die Verlässlichkeit der Zahlungen. Realty Income positioniert sich klar als Einkommensaktie – weniger als Wachstumsstory.
Operative Entwicklung: Wenig spektakulär – aber konstant
In den vergangenen drei Jahren stiegen Umsatz und Gewinn kontinuierlich. Große Sprünge oder überraschende Kursexplosionen gehören nicht zum Profil des Unternehmens, wer Action will, muss sich was anderes suchen.
Auch für 2025 erwarten Marktbeobachter eine Fortsetzung dieses beständigen Trends, neue Zahlen kommen in der nächsten Woche. Entscheidend wird da sein, dass die operativen Kennzahlen – insbesondere der für REITs wichtige FFO – solide gewachsen ist und die Dividende nachhaltig gedeckt ist.
Strategischer Impuls: Joint Venture mit GIC
Den Blick nach vorne gerichtet ist ein neuer strategischer Schritt spanennd: Realty Income hat eine Partnerschaft mit dem staatlichen Investmentfonds GIC aus Singapur verkündet. Gemeinsam soll ein Joint Venture mit einem Volumen von mehr als 1,5 Mrd. USD aufgebaut werden, das sich auf die Entwicklung moderner Logistikimmobilien in den USA konzentriert.
Der Clou: Diese Objekte werden nicht spekulativ errichtet, sondern „built-to-suit“ für bereits feststehende Mieter. Das heißt, dass ein langfristige Mietvertrag noch vor Baubeginn feststeht. In der Regel handelt es sich dabei um bonitätsstarke Unternehmen. Für Realty Income bedeutet das zusätzliche Wachstumsimpulse bei überschaubarem Risiko.
Expansion nach Mexiko: Renditechancen im E-Commerce
Auch geografisch öffnet sich das Unternehmen neuen Märkten. Mit dem Eintritt in den mexikanischen Markt erschließt Realty Income einen Standort, an dem institutionelle Konkurrenz bislang geringer war als in den USA oder Europa. Geplant ist zunächst die Bereitstellung von Finanzierungsmitteln und anschließend der Erwerb hochwertiger Logistikimmobilien im Volumen von rund 200 Mio. USD, unter anderem mit E-Commerce-Mietern wie Amazon.
Analysten gehen davon aus, dass die Anfangsrenditen in Mexiko leicht über denen etablierter Märkte liegen könnten. Für Realty Income wäre das eine Möglichkeit, das Portfolio weiter in Richtung wachstumsstarker Logistiksegmente zu verschieben und die Kassenzuflüsse langfristig aufzuwerten.
Eine Aktie für einkommensorientierte Langfrist-Anleger
Mit einem Faktor von rund 13,3 auf den erwarteten FFO 2026 bewegt sich die Bewertung im historischen Rahmen. Auch der Aufschlag auf den Nettoinventarwert (NAV) fällt mit rund 10% moderat aus. Große Kursgewinne wird es voraussichtlich nicht geben, dafür aber eine Dividendenrendite von knapp 5%.
Realty Income ist damit kein Titel für kurzfristige Kursabenteuer. Wer auf schnelle Verdopplungen spekuliert, wird hier nicht fündig. Wer jedoch planbare Einnahmen, monatliche Ausschüttungen und ein defensives Immobilienmodell schätzt, findet in diesem REIT eine interessante Anlage-Idee.
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