Für den heutigen Mittwoch ist der Vollzug einer umfassenden Transaktion in Europa angesetzt. Während Realty Income mit dem Einstieg des Finanzinvestors KKR frisches Kapital mobilisiert, trübt sich die Stimmung an der Börse ein. Zwei Analysehäuser passten ihre Erwartungen für den Immobilienkonzern im September nach unten an.
Im Handel notiert das Papier bei 48,10 Euro. Damit liegt die Notierung nur noch 1,5 % über dem 52-Wochen-Tief von 47,40 Euro. Die Zurückhaltung der Anleger spiegelt das anspruchsvolle Zinsumfeld wider, das den gesamten Immobiliensektor belastet.
Kapitalzufluss durch europäisches Gemeinschaftsunternehmen
Am 14. September gab Realty Income die Vereinbarung über ein auf Euro lautendes Gemeinschaftsunternehmen bekannt. Der Finanzinvestor KKR übernimmt für 528 Millionen Euro einen Anteil von 49 % am europäischen Net-Lease-Portfolio. Realty Income behält eine Mehrheit von 51 % und übernimmt weiterhin das Management der Objekte.
Das eingebrachte Portfolio umfasst 54 Immobilien mit 140 Einheiten in Spanien, Irland, Polen sowie den Niederlanden. Für das erste Jahr wird ein annualisiertes Netto-Betriebsergebnis von 67,7 Millionen Euro erwartet. Die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge liegt bei 7,2 Jahren.
Die Einbringung der Liegenschaften erfolgte nach Abzug wiederkehrender Verwaltungsgebühren zu einer anfänglichen Rendite von 5,9 %. Zusätzlich sicherte sich das Unternehmen eine Kaufoption für spätere Jahre. Realty Income kann den Anteil von KKR ab dem zehnten bis zum siebzehnten Jahr zu einer vertraglich gedeckelten Rendite ablösen.
Zurückhaltende Stimmen von Analystenseite
Trotz des Liquiditätszuflusses blicken einige Branchenexperten vorsichtiger auf die weitere Kursentwicklung. Am 24. September senkte Scotiabank die Einstufung der Aktie von Sector Outperform auf Sector Perform. Dabei reduzierten die Analysten das Kursziel von $67 auf $59.
Bereits am 17. September hatte Mizuho das Kursziel von $66,00 auf $61,00 verringert. Die Experten bestätigten zeitgleich ihre neutrale Einstufung für den Titel. Die Anpassungen unterstreichen, dass institutionelle Beobachter die Bewertungsreserven des Konzerns nach der jüngsten Branchenentwicklung konservativer einschätzen.
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