Realty Income baut neben dem klassischen Mietgeschäft ein weiteres Standbein auf. Über den konzerneigenen U.S. Core Plus Fund generiert das Immobilienunternehmen sprunghaft steigende Verwaltungsgebühren. Während die Aktie heute an den Märkten bei 52,20 Euro um 1,8 Prozent zulegen kann, richtet sich das Augenmerk der Investoren verstärkt auf dieses kapitalleichte Geschäftsfeld.
Deutliches Wachstum beim U.S. Core Plus Fund
Der U.S. Core Plus Fund umfasst mittlerweile 183 Immobilien. Das gebührentragende Eigenkapital kletterte in diesem Segment auf 2,6 Milliarden US-Dollar. Zum Ende des Jahres 2025 hatte dieser Wert noch bei unter 600 Millionen US-Dollar gelegen.
Dieser Zuwachs schlägt sich unmittelbar in der Ertragsrechnung nieder. Die vereinnahmten Managementgebühren stiegen von rund 800.000 US-Dollar im vierten Quartal 2025 auf 3,2 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal 2026.
Das Modell ermöglicht es der Gesellschaft, zusätzliche Erlösströme ohne den vollen Einsatz eigener Bilanzmittel zu vereinnahmen. Für institutionelle Partner übernimmt der Konzern das Management der Liegenschaften und hebt damit Skaleneffekte der bestehenden Immobilienplattform. Dieser Ansatz verschafft dem Unternehmen zusätzlichen Handlungsspielraum in einem anspruchsvollen Zinsumfeld.
Hohe Vermietungsquote im Kernbestand
Das Fundament bildet unverändert das weit verzweigte Bestandsportfolio mit mehr als 15.500 Objekten. Rund 80 Prozent der Liegenschaften entfallen auf den Einzelhandel. Die operative Auslastung behauptet sich auf einem hohen Niveau mit einer Vermietungsquote von 98,8 Prozent.
Bei der Mieterstruktur legt das Management Wert auf Bonität, wobei der Anteil von Mietern mit Investment-Grade-Rating bei 34 Prozent liegt. Auf dieser Basis erwirtschaftete die Gesellschaft zuletzt ein AFFO von 1,09 US-Dollar je Aktie. Das bereinigte operative Wachstum belief sich dabei auf rund 4 Prozent.
Langfristig geschlossene Mietverträge übertragen die laufenden Betriebs- und Instandhaltungskosten weitgehend auf die Nutzer der Flächen. Auf diese Weise bleiben die wiederkehrenden Einnahmen auch bei konjunkturellem Gegenwind berechenbar.
Kontinuität bei den Ausschüttungen
Die stabilen Mittelzuflüsse tragen die Ausschüttungspolitik des Konzerns. Realty Income zahlt eine annualisierte Dividende von 3,258 US-Dollar je Aktie, was Monatsraten von 0,2715 US-Dollar entspricht. Die Ausschüttung wurde seit 31 Jahren in jedem Jahr angehoben.
Die Historie verzeichnet mittlerweile 116 Quartalserhöhungen in ununterbrochener Serie sowie 673 ausgezahlte Monatsdividenden. Der Konzern, der auf eine Marktkapitalisierung von umgerechnet 48,52 Milliarden Euro kommt, untermauert damit seine Position im Immobiliensektor.
Die Kombination aus defensivem Gewerbebestand und dem Ausbau des Fondsmanagements erweitert das Ertragsprofil. Durch den U.S. Core Plus Fund gelingt es dem Unternehmen, das fundamentale Wachstum schrittweise auf breitere Beine zu stellen.
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