IQM Quantum Computers erreicht einen Meilenstein. Nach der Fusion mit Real Asset Acquisition startet das Unternehmen an der Nasdaq. Es ist der erste europäische Quanten-Spezialist an diesem bedeutenden US-Börsenplatz.
Millionen-Spritze für die Skalierung
Die Kapitalbasis der neuen Einheit ist solide. Nach Abzug der Kosten fließen dem Unternehmen rund 198,7 Millionen Euro zu. Diese Mittel stammen aus der Fusion und einer begleitenden Finanzierung.
Zusammen mit verbliebenen Geldern aus der SPAC-Struktur wächst das Barvermögen deutlich. Die Pro-forma-Cash-Position erreicht etwa 337 Millionen Euro. Das Unternehmen wurde bei Abschluss mit 1,8 Milliarden US-Dollar bewertet.
Die neuen Anteile handeln unter dem Ticker-Symbol IQMX. Investoren erhielten pro Stammaktie eine American Depositary Share (ADS). Neben New York startete der Handel parallel an der Nasdaq Helsinki.
Strategie der zwei Standorte
Das Management setzt auf geografische Vielfalt. Der Hauptsitz und die Forschung verbleiben in Espoo und München. Die Notierung in New York sichert parallel dazu den Zugang zu globalem Kapital.
Die zusätzliche Notierung in Finnland soll die Liquidität in Europa stärken. Ein spezielles Market-Making-Agreement in Helsinki unterstützt diesen Plan. Es soll einen stabilen Handel gewährleisten und die Volatilität minimieren.
Fokus auf Hardware-Verkäufe
IQM verkauft bereits echte Hardware. Bis zum Börsengang setzte das Team weltweit 23 Quantencomputer-Systeme ab. Zu den Kunden gehören nationale Laboratorien und Supercomputing-Zentren.
Das Geschäftsmodell weicht von vielen Konkurrenten ab. Statt reiner Cloud-Dienste bietet IQM On-Premises-Lösungen an. Kunden besitzen und betreiben die Systeme also direkt in den eigenen Räumen.
Die frische Liquidität soll nun die Skalierung beschleunigen. Das Management plant den Ausbau der Fertigung für supraleitende Prozessoren. Der Juli markiert den ersten vollen Handelsmonat als eigenständige Einheit an der Börse.
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