Brad Jacobs macht keine Pause. Elf Monate ist es her, da war QXO noch ein Newcomer im Bauproduktesektor. Heute gibt das Unternehmen bekannt, TopBuild Corp. für rund 17 Milliarden Dollar zu übernehmen. Nach der 11-Milliarden-Übernahme von Beacon Roofing Supply im vergangenen Jahr und dem Kodiak-Deal für 2,25 Milliarden Dollar, der erst Anfang des Monats abgeschlossen wurde, ist das nun die bisher größte Transaktion von QXO. Jacobs selbst nennt sie denn auch „unsere bedeutendste Übernahme bisher“.
505 Dollar je TopBuild-Aktie bietet QXO, was einem Aufschlag von 23,1% auf den Schlusskurs vom vergangenen Freitag von 410,31 Dollar entspricht. Die Zahlung erfolgt zu rund 45% in Cash und zu 55% in QXO-Aktien, wobei TopBuild-Aktionäre zwischen Barzahlung und 20,2 QXO-Aktien je gehaltener Aktie wählen können, vorbehaltlich der Gesamtquote.
TopBuild Corp. Aktie Chart
Kritische Masse im Isolierungsgeschäft
TopBuild ist kein kleines Unternehmen. Rund 6,2 Milliarden Dollar Nettoumsatz im Jahr 2025, etwa 1,14 Milliarden Dollar bereinigtes EBITDA. Das Unternehmen installiert und vertreibt Dämmstoffe sowie Dachprodukte für Wohn-, Gewerbe- und Industriebau in ganz Nordamerika. Genau das, was QXO bislang fehlte.
Jacobs sieht darin vor allem den Zugang zu großen, komplexen Projekten wie Rechenzentren, „wo Skalierung zählt“. QXO erwartet durch die Integration bis 2030 rund 300 Millionen Dollar an Synergien. Nach Abschluss des Deals käme das kombinierte Unternehmen auf etwa 28.000 Mitarbeiter, 1.150 Standorte in den USA und Kanada sowie eine Fahrzeugflotte von mehr als 10.000 Einheiten. Der adressierbare Markt soll dann bei mehr als 300 Milliarden Dollar liegen.
13 Milliarden Dollar in elf Monaten
Jacobs hat in der Vergangenheit bereits mehrfach bewiesen, dass er Unternehmen aufbauen kann. Logistik, Abfallwirtschaft, Geräteverleih. Jetzt Bauprodukte. Das Muster ist dasselbe: Kapital einsammeln, Marktführer zusammenkaufen, Synergien heben. Ob das diesmal genauso funktioniert, ist die eigentliche Frage. QXO hat aktuell eine Marktkapitalisierung von rund 18 Milliarden Dollar und kauft ein Unternehmen mit gut 11,5 Milliarden Dollar Börsenwert. Das ist kein kleines Husarenstück.
Beide Vorstände haben dem Deal einstimmig zugestimmt. Der Abschluss ist für das dritte Quartal 2026 geplant, vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre und der üblichen Bedingungen. In elf Monaten über 13 Milliarden Dollar an Übernahmen. Brad Jacobs schläft wohl nicht viel.
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