QuantumScape bekommt die Skepsis des Marktes wieder deutlich zu spüren. Der Entwickler von Festkörperbatterien arbeitet an einer Technologie, die für Elektroautos wichtig werden könnte. An der Börse zählt momentan aber vor allem der lange Weg bis zur kommerziellen Produktion.
Am Freitag notiert die Aktie bei 6,90 Euro, ein Minus von 6,76 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich der Rückgang auf 26,98 Prozent.
Die Bewegung ist nicht nur ein schwacher Handelstag. Auf Wochensicht liegt der Titel zwar noch 8,66 Prozent im Plus, der RSI von 15,7 signalisiert aber eine kurzfristig stark überverkaufte Lage. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren.
Insiderverkäufe belasten die Stimmung
Ein zentraler Belastungsfaktor bleibt die Aktivität von Unternehmensinsidern. In den vergangenen drei Monaten verkauften Insider Aktien im Volumen von rund 5,09 Millionen Dollar. Besonders beachtet wird ein Verkauf von Verwaltungsratsmitglied Jeffrey Straubel Mitte Mai.
Straubel trennte sich von 27.106 Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von 7,85 Dollar. Danach hält er noch 131.298 Aktien des Unternehmens. Solche Transaktionen sind nicht automatisch ein negatives Signal, sie bekommen bei wachstumsstarken und noch verlustreichen Technologiewerten aber besonderes Gewicht.
Über das vergangene Jahr wurden 47 Insiderverkäufe registriert, Insiderkäufe gab es keine. Genau dieses Ungleichgewicht verstärkt die Zurückhaltung am Markt. Wer auf operative Durchbrüche wartet, sieht bislang wenig Unterstützung aus dem Kreis der Führungskräfte.
Verlust kleiner als erwartet
Operativ lieferte QuantumScape zuletzt ein gemischtes Bild. Für das erste Quartal meldete das Unternehmen einen Verlust je Aktie von 0,16 Dollar. Damit fiel das Ergebnis um 0,02 Dollar besser aus als von Analysten erwartet.
Der kleine positive Überraschungseffekt reichte jedoch nicht, um den Kurs nachhaltig zu stabilisieren. Das Problem liegt tiefer: QuantumScape muss beweisen, dass seine Festkörperzellen nicht nur technologisch interessant sind, sondern auch skalierbar und wirtschaftlich herstellbar werden.
Der Analystenkonsens bleibt entsprechend vorsichtig und lautet „Reduce“. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 11,13 Dollar, während der Börsenwert weiterhin bei 4,89 Milliarden Dollar liegt. Der Markt preist also noch immer erhebliches Potenzial ein, verlangt aber sichtbare Fortschritte bei der Industrialisierung.
Technische Erholung reicht nicht
Kurzfristig liefert der 50-Tage-Durchschnitt bei 6,13 Euro eine technische Referenz. Schwerer wiegt der Nachweis, dass die Batterietechnologie den Schritt von der Entwicklung in kommerzielle Anwendungen schafft. Bis dahin bleibt die Aktie anfällig für Ausschläge, weil Bewertung, Insiderverkäufe und fehlende Käufe aus dem Kreis der Insider gegen die Technologiestory arbeiten.
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