Qualcomm: Heiße Kooperationsgerüchte katapultieren Aktie nach oben

Kooperationsgerüchte mit OpenAI katapultieren Qualcomm nach oben. Ein mögliches KI-Smartphone könnte die Wachstumsstory neu entfachen.

Auf einen Blick:
  • Gerüchte treiben Kurs stark
  • OpenAI als möglicher Partner
  • KI-Smartphone sorgt für Fantasie
  • Bewertung wirkt deutlich günstig

Liebe Leserinnen und Leser,

was für eine Woche für die Aktionäre des Chip-Herstellers Qualcomm. Die Aktie, die in vielen Tech-Depot zuletzt zu den Sorgenkindern zählte, erwachte am Montag mit einem Paukenschlag aus dem Dornröschenschlaf. Zeitweise notierte das Papier gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag rund 25% höher, ein eindrucksvoller Befreiungsschlag, der die monatelange nach Süden gerichtete Charttechnik schlagartig veränderte.

Dass ein Teil dieser Gewinne im weiteren Wochenverlauf wieder abgegeben wurde, trübt das Bild ein wenig. Doch dass die Aktie sich mit viel Schwung aus dem Tal der Tränen zumindest vorerst verabschiedet hat, lässt die Anleger hoffen – zumal Auslöser der Rally eine Meldung war, die noch sehr viel Nachhall erzeugen könnte.

Gut informierter Analyst sorgt für Fantasie

Star-Analyst Ming-Chi Kuo von TF International Securities – bekannt für seine treffsicheren Vorhersagen aus der Apple-Lieferkette – berichtete auf der Social Media-Plattform X (ehemals Twitter), dass ChatGPT-Mutter OpenAI gemeinsam mit Qualcomm und dem taiwanischen Chiphersteller MediaTek Smartphone-Prozessoren entwickelt. Als exklusiver Fertigungspartner wurde der chinesische Auftragsfertiger Luxshare benannt.

Die Massenproduktion der neuartigen Chips ist laut Kuo ab 2028 geplant, die Finalisierung der Spezifikationen und Lieferanten soll noch bis Ende dieses Jahres oder aber Anfang 2027 erfolgen. Keine der beteiligten Firmen hat die Kooperation bisher offiziell bestätigt – aber an der Börse gilt Kuos Wort, mit Blick auf seine Trefferquote, als glaubwürdig.

OpenAIs mögliche nächste Sensation: Das KI-Smart-Phone

Was OpenAI den Gerüchten zufolge vorhat, ist nicht weniger als ein Frontalangriff auf das Smartphone-Zeitalter, also wieder einmal eine disruptive Technologie, mit der sich viel Geld verdienen lässt. Das geplante Gerät soll kein klassisches Smartphone sein, sondern ein von Grund auf neu gedachtes KI-first Device. Vielleicht kann man sagen: KI-Smart statt „nur“ Smart. Statt Apps sollen auf den Geräten KI-Agenten sämtliche Aufgaben übernehmen – Restaurantbuchung, Kalender, E-Mail, Recherche – direkt und ohne Umwege über Menüs und Tipp-Oberfläche. Der Chip soll kleine Sprachmodelle direkt auf dem Gerät ausführen und komplexere Anfragen in die Cloud weiterleiten.

OpenAI, das mit dem Kauf von Jony Ives Designstudio „io“ für 6,4 Milliarden Dollar bereits tief in die Hardware-Welt eingestiegen ist, plant offenbar den nächsten großen Schritt: eine völlig neue Gerätekategorie, die Apple und Samsung direkt herausfordert. Laut Kuo peilt OpenAI mittelfristig 300 bis 400 Millionen Jahreseinheiten an – vergleichbar mit Apples iPhone-Volumina. Das ist eine kaum zu glaubende ambitionierte, sogar kühne Aussage, die eigentlich nicht stimmen kann – doch wenn sie von Kuo kommt, vielleicht eben doch.

Kommt das Wachstum zurück ist die Aktie viel zu günstig bewertet

Für Qualcomm und die arg gebeutelten Aktionäre wäre das ein Traumszenario. Schon die Tatsache, dass Qualcomms Snapdragon-Architektur in diesem Szenario eine Schlüsselrolle spielen soll, würde die Bewertungsperspektive für die Aktie grundlegend verändern. Aktuell wird mit kaum Umsatzwachstum gerechnet, stimmen die Gerüchte, wäre Qualcomm mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13 viel zu günstig bewertet. Zur Einordnung: Der Branchenschnitt liegt über 30!

Noch ist es nicht so weit, doch Qualcomm ist für genau eine solche Partnerschaft prädestiniert. Die Snapdragon-Prozessoren sind die leistungsfähigste mobile Chip-Plattform im Android-Ökosystem, und Qualcomms Modem-Technologie ist der weltweite Standard für 4G- und 5G-Konnektivität. Wer ein KI-Smartphone bauen will, das blitzschnell auf Cloud-Modelle zugreift und gleichzeitig lokal rechnet, kommt an Qualcomm kaum vorbei. Qualcomm bereitet zudem bereits seinen eigenen 2-Nanometer-Chip für Ende 2026 vor – technologisch genau auf der Höhe, die ein OpenAI-KI-Smartphone benötigen würde. Die Partnerschaft ist also nicht nur strategisch logisch, sie ist technologisch höchst sinnvoll.

Mehr als nur Smartphone-Chips: Qualcomms Investitionsstory hat Zukunft

Das OpenAI-Gerücht sorgt vielleicht dafür, dass potenzielle Anleger sich Qualcomm nach dem Re-Rating einmal genauer anschauen. Denn abseits des gesättigten Smartphone-Markts hat der Konzern einiges zu bieten. Das Unternehmen ist ein zentraler Infrastruktur-Baustein des mobilen Zeitalters, und wenn das nächste mobile Zeitalter das KI-Agenten-Zeitalter ist, was durchaus sinnvoll erscheint, dann könnten Qualcomm-Aktionäre endlich wieder in der ersten Reihe sitzen.

Eine Investitionsstory ist klar nach vorne gerichtet und beinhaltet neben dem Smartphone-Markt – der besser ist als sein Ruf – das Zukunftsfeld KI und Robotik. Gleichzeitig stehen nach starken Texas Instrument-Zahlen auch die Chancen eines  Automotive-Comebacks. Gut möglich, dass die Investoren den Tiefpunkt der Aktie gesehen haben.

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