Qualcomm-Aktie: Das wird teuer!

Qualcomms positive Quartalsergebnisse werden von einer schwachen Prognose überschattet, was zu einem deutlichen Kursverfall führt.

Auf einen Blick:
  • Quartalszahlen schlagen Erwartungen: 3,50 Dollar Gewinn je Aktie statt erwarteter 3,39 Dollar
  • Umsatzprognose für Q2 deutlich unter Analystenschätzungen: 10,2 bis 11 Milliarden Dollar statt 11,12 Milliarden
  • Speicherchip-Knappheit trifft Smartphone-Geschäft besonders hart
  • Aktie verliert im nachbörslichen Handel über 9 Prozent

Die Zahlen waren eigentlich gut. Im ersten Quartal erzielte Qualcomm einen Gewinn von 3,50 Dollar je Aktie und übertraf damit die Analystenschätzungen von 3,39 Dollar. Der Umsatz kletterte um 5 Prozent auf 12,25 Milliarden Dollar. Doch das reicht den Anlegern nicht. Die Aktie sackte im nachbörslichen Handel um über 9 Prozent auf 135,47 Dollar ab.

Der Grund für den Kurseinbruch liegt in der Prognose für das laufende Quartal. Qualcomm erwartet Erlöse zwischen 10,2 und 11 Milliarden Dollar. Das liegt deutlich unter den erwarteten 11,12 Milliarden Dollar. Beim Gewinn je Aktie rechnet das Unternehmen mit 2,45 bis 2,65 Dollar, während Analysten mit 2,90 Dollar kalkuliert hatten.

Der Speicherchip-Mangel bremst das Geschäft aus

CEO Cristiano Amon machte die branchenweite Knappheit bei Speicherchips für die schwache Prognose verantwortlich. Die Hersteller würden ihre Produktionskapazitäten umleiten, um die enorme Nachfrage aus dem KI-Rechenzentrumsgeschäft zu bedienen. Das führt zu steigenden Preisen und Engpässen bei Speicherchips für Smartphones. Besonders in China würden Smartphone-Hersteller ihre Produktionspläne zurückfahren, um sich auf die Knappheit einzustellen.

Die Smartphone-Chip-Sparte erzielte im Dezemberquartal Umsätze von 7,82 Milliarden Dollar und verfehlte damit leicht die Schätzungen von 7,87 Milliarden. Für das laufende Quartal rechnet Finanzchef Akash Palkhiwala mit nur noch 6 Milliarden Dollar in diesem Segment. Das liegt weit unter den erwarteten 6,85 Milliarden Dollar.

Amon zeigte sich im Interview optimistisch, dass die Premium-Modelle weniger betroffen sein werden. Die Hersteller würden die knappen Speicherchips vorrangig für ihre profitabelsten Geräte einsetzen. Dennoch bleibt die Situation angespannt. Die Anleger müssen sich wohl auf weitere volatile Quartale einstellen, bis sich die Speicherknappheit entspannt.

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