Qualcomm Aktie: Mobilfunk fällt 20 Prozent, Automotive springt 61 Prozent

Qualcomm ernennt neuen EMEA-Präsidenten und setzt auf KI und Automotive. Der Smartphone-Umsatz sinkt um 20 Prozent, während die Auto-Sparte um 61 Prozent wächst.

Auf einen Blick:
  • Neuer EMEA-Präsident ernannt
  • Smartphone-Umsatz sinkt deutlich
  • Automobilsparte wächst stark
  • KI-Übernahme für 3,92 Milliarden Dollar

Qualcomm richtet seine Führungsebene in der Region EMEA (Europa, Nahost und Afrika) neu aus und forciert den Umbau zum Spezialisten für künstliche Intelligenz und Automobilanwendungen.

Mit der Ernennung von Wassim Chourbaji zum Senior Vice President und Präsidenten für Qualcomm EMEA am vergangenen Dienstag untermauert das Unternehmen seine strategischen Ambitionen in diesen Märkten. Chourbaji übernimmt die Leitung der Strategie in einer Phase, in der das klassische Smartphone-Geschäft unter Druck steht, während neue Segmente deutliche Zuwächse verzeichnen.

Starke Kontraste in den Geschäftsbereichen

Die jüngsten Geschäftsergebnisse verdeutlichen die Transformation des Konzerns. Für das am 28. Juni zu Ende gegangene dritte Geschäftsquartal meldete Qualcomm einen Umsatz von 9,95 Milliarden US-Dollar. Dabei erzielte das Unternehmen einen Nettogewinn nach GAAP von 2,0 Milliarden US-Dollar, was einem verwässerten Gewinn von 1,87 US-Dollar je Aktie entspricht. Trotz dieser soliden Gesamtzahlen zeigt sich in den einzelnen Sparten ein uneinheitliches Bild.

Besonders die Entwicklung im Kernmarkt für Mobiltelefone bereitet Sorgen, da der Umsatz in diesem Segment um 20 Prozent auf 5,1 Milliarden US-Dollar sank. Im Gegensatz dazu konnte die Automobilsparte ein kräftiges Wachstum von 61 Prozent auf 1,6 Milliarden US-Dollar vorweisen.

Auch das Segment für das Internet der Dinge (IoT) legte zu und steuerte 1,8 Milliarden US-Dollar zum Ergebnis bei. Diese Verschiebung verdeutlicht die zunehmende Bedeutung der Diversifizierung weg vom reinen Smartphone-Zulieferer.

Software-Zukauf und Kostenherausforderungen

Um die Position im Bereich der künstlichen Intelligenz zu stärken, schloss Qualcomm Ende Juli die Übernahme von Modular Inc. ab. Die Transaktion, die vollständig in Aktien abgewickelt wurde, hat ein Volumen von 3,92 Milliarden US-Dollar.

Ziel des Zukaufs ist es, die Software-Fähigkeiten für KI-Anwendungen in Rechenzentren zu erweitern und die Bereitstellung entsprechender Technologien zu beschleunigen. Qualcomm reagiert damit auf den steigenden Bedarf an spezialisierter Infrastruktur für komplexe Rechenprozesse.

Parallel zu diesen Expansionsschritten sieht sich das Management mit steigenden Kosten konfrontiert. Laut Reuters warnte das Unternehmen vor höheren Ausgaben für Speicherkomponenten und einem Rückgang der Einnahmen durch den Großkunden Apple.

Als Reaktion darauf hat Qualcomm seinen Kunden Preiserhöhungen im zweistelligen Prozentbereich angekündigt. Diese Maßnahmen sollen den Druck auf die Gewinnmargen abfedern, der durch die allgemeine Kostenentwicklung in der Halbleiterlieferkette entstanden ist.

Analysten senken Kursziele trotz positiver Impulse

Am Kapitalmarkt wurden die Entwicklungen mit gemischten Reaktionen aufgenommen. Die Analysten von Daiwa Securities senkten am Freitag ihr Kursziel für die Aktie von 225 auf 180 US-Dollar, behielten jedoch ihre Einstufung auf „Outperform“ bei.

Neben den operativen Herausforderungen rückten auch Insidergeschäfte in den Fokus: Medienberichten zufolge veräußerte Heather S. Ace, Executive Vice President des Unternehmens, am vergangenen Montag ein Paket von 3.200 Anteilen.

Die Aktie notiert am heutigen Montag bei 142,08 Euro, was einem Tagesrückgang von 2,12 Prozent entspricht. Damit bewegt sich das Papier derzeit rund 2,75 Prozent unter seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage, der bei 146,10 Euro verläuft.

Für das vierte Quartal des laufenden Geschäftsjahres prognostiziert das Management einen Umsatz zwischen 9,7 und 10,5 Milliarden US-Dollar. Anleger achten nun verstärkt darauf, ob die Wachstumsdynamik im Bereich Automotive und die neuen KI-Softwarelösungen die Schwäche im Mobilfunksektor dauerhaft kompensieren können.

Qualcomm-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Qualcomm-Analyse vom 11. August liefert die Antwort:

Die neusten Qualcomm-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Qualcomm-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Qualcomm: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)