Qualcomm baut sein Geschäft radikal um. Weg vom Smartphone, hin zum Datencenter. Bis zum Geschäftsjahr 2029 will der Halbleiter-Riese seinen Umsatz außerhalb des Mobilfunksektors auf 40 Milliarden Dollar verdoppeln.
Milliarden-Ziel im Datencenter
Goldman Sachs reagiert auf diese ambitionierten Pläne und hebt das Kursziel von 145 auf 180 Dollar an. Die Experten belassen das Rating zwar auf „Neutral“, würdigen aber den veränderten Fokus. Allein das Segment für Datencenter soll bis zum Ende des Jahrzehnts rund 15 Milliarden Dollar jährlich einbringen.
Analysten prognostizieren für das Jahr 2027 bereits einen Spartenumsatz von 5 Milliarden Dollar. Nur ein Jahr später könnten die Erlöse in diesem Bereich auf über 8 Milliarden Dollar klettern.
Bisher ist die Abhängigkeit vom Mobilfunkmarkt extrem hoch. Handy-Chips machten zuletzt rund 72 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Dieser Anteil soll bis zum Jahr 2029 auf etwa 33 Prozent sinken.
Pakt mit Meta und Microsoft
Dieser Umbau basiert auf konkreten Allianzen mit großen Tech-Konzernen. Meta plant für 2028 die Einführung des Dragonfly-Chips in seiner Infrastruktur. Parallel dazu hat Microsoft einen Vertrag für einen speziellen KI-Chip unterzeichnet, der bereits Mitte 2027 in der Azure-Cloud starten soll.
An der Börse herrschte zuletzt dennoch Zurückhaltung. Die Aktie verlor am Freitag 1,1 Prozent und ging bei 165,38 Euro aus dem Handel. Auf Jahressicht bleibt das Papier mit einem Plus von rund 12 Prozent stabil.
Milliarden-Puffer für die Aktie
In den nächsten Wochen veröffentlicht Qualcomm die Zahlen für das dritte Quartal. Marktbeobachter rechnen im Konsens mit einem Gewinn je Aktie zwischen 2,10 und 2,30 Dollar. Zuletzt übertraf das Unternehmen die Erwartungen mit einem Ergebnis von 2,65 Dollar deutlich.
Zusätzlich hat der Vorstand ein massives Aktienrückkaufprogramm gestartet. Das Volumen umfasst 20 Milliarden Dollar. Dies dürfte den Kurs bei stärkeren Schwankungen absichern.
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