Am Freitag, dem 23. Januar, brach die Aktie ein. Hintergrund waren Berichte, wonach Gespräche zwischen Anta Sportsund der Pinault-Familie, die rund 29 Prozent an Puma hält, gescheitert sein sollen. Doch bereits am darauffolgenden Montag drehte die Stimmung erneut. Getragen von neuen Spekulationen und der Rückkehr klassischer Übernahmefantasie zog die Aktie wieder an. Analysten sprechen von einem klassischen „Zocker-Wert“. Puma ist mit einem EV/EBIT-Multiple von rund 10 vergleichsweise günstig bewertet, gleichzeitig bleiben die operativen Risiken hoch. Ein vollständiger Takeover würde erhebliche Synergien versprechen, insbesondere mit Blick auf den chinesischen Markt und die globale Markenpositionierung. Sicher ist davon bislang jedoch nichts.
Finanziell bleibt der Blick nach vorn entscheidend. Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 legt Puma am 26. Februar 2026 vor. Zwar wurde die operative Guidance bestätigt, allerdings belasten einmalige Kosten von rund 85 Millionen Euro das berichtete EBIT. Auf bereinigter Basis gilt das Ergebnis als stabil. Der Markt wird jedoch genau darauf achten, ob die strategischen Initiativen bereits erste Wirkung zeigen.
Puma Aktie Chart
Volatilität steigt, Ausbruch rückt näher
Die Puma-Aktie zeigte in den vergangenen Tagen eine erhöhte Volatilität. Aktuell notiert sie wieder oberhalb der 100-Tage-Linie und steht kurz vor einer Widerstandszone sowie einer Abwärtstrendlinie. Diese Trendlinie lässt sich vom Hoch aus dem Dezember 2024 ableiten. Die Widerstandszone selbst ergibt sich aus den Hochs im Bereich zwischen 24,45 und 25,50 Euro.
Kommt es erneut zu einer Abweisung an dieser Zone oder an der Trendlinie, könnte das für einen weiteren Rücklauf in Richtung der letzten Tiefs und der Unterstützungszone zwischen 14,06 und 16,40 Euro sprechen. An diesem Bereich könnte erneut Kaufinteresse in den Markt kommen und sich eine Range ausbilden. Ein Bruch über die Widerstandszone auf der Oberseite würde das charttechnische Bild hingegen deutlich aufhellen.
Ihr Konrad
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