Zumindest die Tiefstände aus dem vergangenen Jahr konnte die Aktie von Puma hinter sich lassen. Der Einstieg des chinesischen Sportkonzerns Anta sorgte kürzlich für einiges an Erleichterung. Gehofft wird darauf, dass sich daraus große Chancen für ein Comeback in China ergeben könnten. Allerdings hat die Aufregung sich recht schnell wieder gelegt.
Das liegt vor allem daran, dass es nicht direkt zu einer vollständigen Übernahme kommen wird. Anta steigt zwar zum größten Einzelaktionär auf, bleibt aber unter der Schwelle von 30 Prozent und ist damit auch nicht zu einem Übernahmeangebot gegenüber den restlichen Aktionären verpflichtet.
Sinkende Umsätze bei Puma in Sicht
Ein Übernahmeangebot für weitere Aktien ist erst in 15 Monaten vorgesehen. Bis dahin stehen bei Puma wieder alltägliche Sorgen im Vordergrund, und das ist für den Aktienkurs nicht die beste Nachricht. Denn im Zuge einer strategischen Neuausrichtung deutet momentan alles auf einen Schrumpfkurs hin.
Analysten rechnen im laufenden Jahr mit sinkenden Umsätzen bei Puma, unter anderem aufgrund der Nachfrageschwäche in China. Doch auch in Europa und in den USA hat der Adidas-Konkurrent schon bessere Zeiten erlebt. Mit oder ohne Anta wird es keine leichte Angelegenheit, einen fundamentalen Turnaround auf die Beine stellen zu können.
Puma Aktie Chart
Geplatzte Träume
Für den Moment muss Puma sich weiterhin selbst um eine Verbesserung der Lage kümmern. Die Börsen hätten Anta im Falle einer vollständigen Übernahme sehr viel mehr zugetraut. Die kleine Enttäuschung muss nun erst einmal verdaut werden. Erfreulich ist, dass die Puma-Aktie sich noch mit einigem Abstand über der 20-Euro-Marke halten kann. Mit einem Schlusskurs von 22,70 Euro am Freitag bleibt es im Jahresvergleich bei Abschlägen von knapp 20 Prozent jedoch bei einer negativen Tendenz.
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