Was war die Euphorie groß, als am Montag nach einem Bloomberg-Bericht Spekulationen über einen möglichen Verkauf der Beteiligung der Pinault-Familie an Puma aufkam. Um knapp 20 Prozent schoben sich die Papiere des Sportartikelherstellers im Xetra-Handel bis auf 22,43 Euro. Seitdem hat die Puma-Aktie wieder deutlich korrigiert, notiert am Freitagvormittag bei weniger als 21 Euro. Und klar: Noch ist überhaupt nicht klar, ob es zum Verkauf der Anteile kommt. Und was das letztlich für den Aktienkurs bedeuten würde.
DZ-Bank mit Rechenspielen für Puma-Aktie
Analyst Thomas Maul von der DZ-Bank hält es laut Medienberichten für „denkbar, dass der 29-Prozent-Anteil der Pinaults mit einer Prämie von etwa 20 Prozent auf den volumengewichteten Puma-Durchschnittskurs der letzten 3 Monate verkauft werden könnte“. Dies entspreche einem Wert von 25 Euro. Im Falle einer Komplettübernahme könne ein strategischer Investor gar zur Zahlung von 29 Euro je Anteil bereit sein, glaubt der Analyst. Er sieht jedoch noch „hohe Unsicherheit“.
Dennoch hatte er am Dienstag das Kursziel für die Puma-Aktie von 18 auf 21 Euro angehoben und die Papiere von „Verkaufen“ auf „Halten“ hochgestuft. Andere Analysten waren jedoch am selben Tag weit weniger zuversichtlich:
- RBC Capital: 19,00 Euro, -9,74%
- UBS: 16,30 Euro , -22,57%
Die Spekulationen über einen Verkauf der Beteiligung der Pinault-Familie änderten zunächst das Narrativ bei Puma-Aktien, schrieb Robert Krankowski am Dienstag zwar. Aber falls sich die Spekulationen über den Pinault-Ausstieg in Luft auflösten, „würde die schwache operative Entwicklung in den Vordergrund rücken“. Er riet daher weiter zum Verkauf der Puma-Aktie.
RBC warnt – und bestätigt niedriges Kursziel
In der Mitte positionierte sich RBC-Analyst Piral Dadhania, bestätigte das Kursziel von 19 Euro. Er erinnerte daran, „dass die Anlagestory aktuell ansonsten von schwächelnder Finanzentwicklung und abnehmender Bedeutung der Herzogenauracher im immer härteren Wettbewerb geplagt“ sei. Eine Veränderung der Besitzverhältnisse könnte „die Wende zum Positiven beschleunigen“. Ob dies tatsächlich auch geschieht? Kurze Antwort: Es bleibt Spekulation.
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