Eine Fußball-Weltmeisterschaft sollte eigentlich Rückenwind bringen. Bei Puma blieb der Effekt aus — stattdessen brach der Umsatz im zweiten Quartal deutlich ein, und die Aktie reagierte prompt mit Kursverlusten.
Der Sportartikelhersteller meldete für das zweite Quartal einen Umsatzrückgang von knapp zehn Prozent auf rund 1,7 Milliarden Euro. Operativ blieb das Unternehmen in den roten Zahlen. Der Rückgang betraf praktisch das gesamte Geschäft: alle Produktsparten und, mit Ausnahme von Asien/Pazifik und Großchina, auch alle Regionen.
Umbau statt Aufschwung
Puma erklärt die Schwäche mit einer laufenden Neupositionierung, die den Konzern zurück auf einen profitablen Wachstumspfad bringen soll. Konkret bedeutet das harte Einschnitte: Insgesamt sollen 1.400 Stellen abgebaut werden, begleitet von Effizienzprogrammen quer durch den Konzern. Die erhoffte Zugkraft der Fußball-Weltmeisterschaft blieb dabei aus — ein Befund, der die Erwartungen an das Sportjahr 2026 zumindest für Puma dämpft.
Die Börse quittierte die Zahlen mit Ernüchterung. Nachdem bereits Adidas am Vortag deutlich unter Druck geraten war, verlor auch die Puma-Aktie am Freitag 2,5 Prozent. Im Handel wurde die Entwicklung als Bestätigung gewertet, dass die Branche insgesamt mit einer schwächelnden Nachfrage kämpft — bei Puma kommt der eigene Konzernumbau als zusätzliche Belastung hinzu.
Konzernchef Arthur Hoeld hält trotz der schwachen Zahlen an der Jahresprognose fest. Nachhaltiges Wachstum erwartet er allerdings erst wieder ab 2027. Bis dahin bleibt der Umbau das bestimmende Thema — die Geduld der Anleger wird in der Zwischenzeit auf die Probe gestellt.
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