Die Aktie von Puma hat am gestrigen Mittwoch um 4,9 Prozent zugelegt und schloss bei 23,05 Euro. Auslöser des Kursanstiegs war die Vollzugsmeldung über einen Eigentümerwechsel an der Spitze des Aktionariats: Der chinesische Sportartikelkonzern ANTA Sports schloss den Erwerb einer Beteiligung von 29,06 Prozent an dem fränkischen Sportartikelhersteller ab und stieg damit zum größten Anteilseigner des Unternehmens auf. Puma selbst begrüßte den Vollzug der Transaktion.
Milliardenübernahme von Artémis besiegelt
Verkäufer des Aktienpakets war die französische Holding Artémis SAS. Nach Angaben von ANTA Sports zahlte das Unternehmen für die Beteiligung einen Barpreis von 1.505,5 Millionen Euro. Mit dem formalen Abschluss der Transaktion endet eine Phase des Übergangs in der Aktionärsstruktur.
Neben dem neuen Großaktionär meldete Puma zudem jüngst Veränderungen bei institutionellen Beteiligungen: So hielt Morgan Stanley per Stichtag 25. September 2026 Stimmrechte von 6,79 Prozent sowie einschließlich Finanzinstrumenten 9,31 Prozent an den Herzogenaurachern.
Der gestrige Kurszuwachs verschafft dem Papier etwas Erleichterung. Mit dem aktuellen Niveau notiert die Aktie allerdings weiterhin 24 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 30,16 Euro, das Ende Mai markiert worden war.
Gedämpfte Stimmung bei Analysten vor den Q3-Zahlen
Trotz des Kurssprungs blicken Marktbeobachter mit Zurückhaltung auf das operative Geschäft von Puma. Vor der Vollzugsmeldung hatten zwei Analysehäuser ihre Erwartungen für den MDAX-Konzern zurückgeschraubt.
Am Dienstag senkte das Analysehaus Jefferies das Kursziel für die Puma-Aktie von 27,50 auf 23,50 Euro und beließ die Einstufung auf „Hold“. Analyst James Grzinic begründete diesen Schritt mit der Einschätzung, dass die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit Partnern im Großhandel voraussichtlich nur schrittweise verlaufen werde.
Bereits am Montag hatte die Schweizer Großbank UBS ihr Kursziel für das Papier von 25,50 auf 22,70 Euro reduziert und die Einstufung auf „Neutral“ belassen. Analyst Robert Krankowski verwies in seiner Studie auf ein stärker als erwartet eingetrübtes Marktumfeld sowie anhaltenden Gegenwind im operativen Geschäft.
Klarheit über die tatsächliche Geschäftsentwicklung erwarten Anleger zum Monatsende. Am 30. Oktober 2026 wird das Management die Quartalsmitteilung für das dritte Quartal vorlegen.
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